Riesenhelme am Odeonsplatz, ein Helm im Bayern-Look an der Säbener Straße mit dem posierenden FCB-Kapitän Manuel Neuer an der Seite – das Football-Spektakel in der Allianz Arena rückt immer näher. NFL Deutschland malt zur Bewerbung extra einen Football-Star auf den Olympiaturm („München ist sowas von bereit für die Seahawks“) und pinselt Tom Brady auf die Arena-Außenwand. Alles zwar nicht echt, aber was soll’s. Hauptsache, es sieht gut aus.
Das US-Fernsehen sendet seit Tagen aus München und auch ProSieben macht seit Wochen Werbung für das Spiel, das erste reguläre NFL-Duell, das in Deutschland ausgetragen wird. Eine Ehre, die bislang in Europa nur London hatte.
Am Sonntag (15.30 Uhr, Prosieben live) soll der deutsche Sänger Cro in der ausverkauften Arena (67 000 sind dabei) einheizen. Der 32-Jährige tritt vor der Partie zwischen den Seattle Seahawks und den Tampa Bay Buccaneers gemeinsam mit Cheerleadern und Drummern auf.
Doch die Football-Show in München ist nicht nur PR-Spektakel –auch sportlich lautet die Paarung vielversprechend. Denn während die meisten Fans eher auf Superstar Brady und die Buccaneers (Super-Bowl-Sieger 2021) schauen, freut sich die große Fan-Gemeinde der German Sea Hawkers auf „ihr“ Team. Denn Seattle ist plötzlich ein ernsthafter Playoff-Kandidat – und das, obwohl das Team vor der Saison Russell Wilson nach Denver abgab. Also den Quarterback, der das Team 2014 zum einzigen Super-Bowl-Sieg führte. fotos: Twitter, instagram)