München – Heute ist es tatsächlich so weit: An der Säbener Straße steht das letzte Abschlusstraining des Jahres an. Sieben Wochen lang ging es nun Schlag auf Schlag; Spiel, Regeneration, Training, Training, Spiel – das war der übliche Rhythmus im Mammut-Spielplan. Sadio Mané war immer dabei. Nur jetzt, vor dem großen Jahresfinale auf Schalke, hat der Superstar ganz andere Sorgen.
Während die Kollegen zur letzten Auswärtsreise vor der WM antreten, hat für Mané längst der Wettlauf gegen die Zeit begonnen. Wie schlimm die Blessur wirklich ist, die der FC Bayern als „Verletzung am rechten Wadenbeinköpfchen“ bezeichnet hat, wird mit geballtem Fachwissen diskutiert. Die Bayern haben ihre besten Mediziner zusammengetrommelt, um das lädierte Knie des 30-Jährigen zu beurteilen. Nach Informationen unserer Zeitung wurde zudem ein Arzt aus dem Stab der senegalesischen Nationalmannschaft nach München geflogen, um sich ein Bild zu machen. Sogar magische Hilfe soll Mané bekommen. „Ich weiß nicht, wie sie effektiv sind, aber wir werden Hexendoktoren nutzen. Wir hoffen auf Wunder“, sagte die senegalesische Fifa-Generalsekretärin Fatma Samoura zum Radiosender Europe 1.
Mané hat den Traum von der WM-Teilnahme nicht aufgegeben. Auch wenn drei bis vier Wochen Pause prognostiziert sind, setzt er alles daran, früher auf beide Beine zu kommen. Deutlich besser sieht es da bei Alphonso Davies aus, der nach einem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel leichte Laufübungen absolvieren kann. Die Verletzung kurz vor der WM sei „angsteinflößend“ gewesen, gab der Kanadier zu. Immer noch habe er „ein paar Schmerzen, aber an sich geht es mir gut“.
Optimistisch gehen auch Thomas Müller (will Dienstag wieder voll trainieren) und Matthijs de Ligt (zurück im Mannschaftstraining) in die Vor-WM-Woche. Und ganz ohne Sorgen sind seit Donnerstag Eric Maxim Choupo-Moting sowie die Franzosen im Kader. Während der Stürmer in Kameruns Aufgebot steht, sind auch Kingsley Coman, Lucas Hernández, Benjamin Pavard und Dayot Upamecano nominiert. hlr, bok, pk