Start ins Wüstenabenteuer

von Redaktion

DFB-Team trifft sich in Frankfurt – letzter Test am Mittwoch

Frankfurt/Main – Der Countdown läuft. Zehn Tage vor dem WM-Auftaktspiel gegen Japan versammelt Bundestrainer Hansi Flick seine Akteure für die Endrunde in Katar am Sonntag in Frankfurt. Nach den letzten Bundesliga-Spielen trudeln die Fußball-Nationalspieler im Laufe des Tages im Teamhotel in unmittelbarer Nähe des Flughafens ein. Einige Spieler werden allerdings erst am späten Abend erwartet. 26 Profis um Kapitän Manuel Neuer, WM-Routinier Thomas Müller und den nach fünf Jahren Pause wieder nominierten Mario Götze hatte Flick am Donnerstag für die Endrunde in Katar berufen.

Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Ankunft aller Akteure. Trainiert wird auch am Montag nach derzeitigem Planungsstand noch nicht. Im Hotel sollen letzte Sponsorentermine erledigt werden. Dann geht es mit einem Sonderflieger in den Oman, wo am Mittwoch (18.00 Uhr MEZ/RTL) der letzte WM-Test gegen den dortigen Gastgeber ansteht.

„Die Alternative wäre gewesen, wir bleiben in Deutschland. Aber wir wissen, dass das Wetter nicht immer so mitspielt. Deswegen ist es gut, vorher vor Ort zu sein und die Temperaturen anzunehmen, die Tageszeiten anzunehmen, das war uns wichtig und gut, dass wir das Spiel gegen den Oman vor Ort machen können“, sagte Flick mit Blick auf die ersten Tage der WM-Mission.

Der Bundestrainer hat schon angekündigt, gegen den Oman besonders Spieler einsetzen zu wollen, die zuletzt durch Blessuren keinen Spielrhythmus hatten, um sie an das nötige WM-Niveau heranzuführen. Kandidaten wären Bayern Münchens Müller oder auch Abwehrchef Antonio Rüdiger, der bei Real Madrid zuletzt wegen Hüftbeschwerden pausieren musste – Fitness natürlich vorausgesetzt. Das WM-Quartier Zulal Wellness Resort gut eine Autostunde nördlich von Doha wird am Donnerstag bezogen. Die DFB-Elf trifft in der Gruppe E auf Japan (23. November), Spanien (27. November) und Costa Rica (1. Dezember). „Wir haben viele Jungs, die echt gut drauf sind. Und das möchten wir nahtlos übernehmen und diese besondere Atmosphäre schaffen, um ganz weit zu kommen“, sagte Ilkay Gündogan vom englischen Meister Manchester City am Samstag bei BR24. „Ich sehe keine Nation, die uns meilenweit voraus wäre.“ Es gebe zwar Mannschaften, die individuell auf einzelnen Positionen vielleicht besser besetzt seien, „aber zuletzt hat immer die Nation den Titel geholt, die als Mannschaft funktioniert hat“, meinte Gündogan.

Kapitän Manuel Neuer & Co. wollen in Katar auch in gesellschaftlichen Fragen starke Zeichen setzen. „Wir werden in enger Absprache mit dem DFB, der Mannschaft, dem Mannschaftsrat und den Verantwortlichen immer schauen, wie weit kann man gehen. Wir machen uns Gedanken darüber und werden unsere Werte vertreten“, sagte der Torhüter im ZDF-Sportstudio.

Hierzu sei die „One Love“-Kapitänsbinde ein wichtiger Beitrag, betonte Neuer. Diese wird bei der Endrunde im Emirat auch von anderen „westlich orientierten Nationen“ wie Frankreich oder England getragen, wie der 36-Jährige hervor hob, man trete in dieser Frage „geschlossen“ auf.  dpa, sid

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