München – Im Vorhinein gab es zwei Sichtweisen auf das Heimspiel des EHC Redbull München gegen die Augsburger Panther: Es ist ein Derby. Es war aber auch das Duell des Tabellenführers gegen den 14.
Am Ende dürfte sich EHC-Crack Daryl Boyle bestätigt gefühlt haben, der zuvor bei Magenta Sport für das Derby-Narrativ plädiert hatte: „ Es spielt keine Rolle, ob man in der Tabelle unten ist, oder oben. Es wird ein hart umkämpftes Spiel.“
Wichtigster Kämpfer an diesem Abend für die Münchner wurde der 23-jährige Goale Daniel Allavena. In seinem erst zweiten Ligaspiel der Saison hielt er den knappen 3:2-Sieg seines Teams fest. Dass seine im letzten Drittel gezeigten Paraden überhaupt so wichtig waren, lag daran, dass das Team von Trainer Don Jackson zuvor eine 2:0-Führung verspielt hatte. Austin Ortega (4:31) und Ben Smith (14:46) hatten im ersten Drittel getroffen. Die Augsburger glichen im zweiten Spielabschnitt durch die Treffer von Adam Payerl (24:08) und Terry Broadhurst (24:55) allerdings aus.
„Wir haben ein bisschen nachgelassen. Uns dann aber wieder gut reingekämpft“, analysierte der Münchner Schlussmann. Den Siegtreffer erzielte der 26-Jährige Andreas Eder (41:48) mit einem harten Direktschuss in Überzahl.
Der EHC-Verfolger aus Mannheim hat am Sonntag hingegen verloren. Die Adler unterlagen gegen die Eisbären Berlin mit 3:4 (1:3, 0:0, 2:0, 0:0, 1:0) nach Penalty-Schießen. „Wir haben auf unsere Chancen gewartet und uns die Tore erarbeitet. Das zeigt, welches Potenzial in unserer Mannschaft steckt“, sagte Berlins Nationalspieler Leo Pföderl. Trainer Serge Aubin lobte seinen Torhüter: „Juho Markkanen hat stark gehalten.“
Schlusslicht Bietigheim Steelers unterlag den Kölner Haien 2:5 (0:1, 1:2, 1:2). Die Fischtown Pinguins Bremerhaven unterlagen mit 1:2 (1:1, 0:0, 0:1) bei den Löwen Frankfurt und stehen weiterhin auf Rang vier. tj/sid