WM IN KÜRZE

Emir von Katar dankt Russland Kein Taschengeld mehr für Teilnehmer FIFA-Präsident verteidigt Teilnahme Kritische Fragen sind unerwünscht

von Redaktion

Telefonat mit Putin

Kurz vor dem Start der WM in Katar pflegen die Gastgeber offenbar einen recht engen Kontakt nach Russland. Am Freitag telefonierte Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dankte ihm für die „Zusammenarbeit bei der Organisation dieser Veranstaltung“. Das teilte das Büro des Emirs mit, Putin habe Katar zudem zur Ausrichtung der WM gratuliert. Wegen des Krieges gegen die Ukraine ist Russland bis auf Weiteres aus der internationalen Fußballgemeinschaft ausgeschlossen. Der Gastgeber der WM 2018 hatte im vergangenen Jahr bereits an einer Sicherheitsübung teilgenommen.

Bezahlte Fans

Die vom WM-Organisationskomitee eingeladenen Fußball-Fans bekommen einem Bericht der ARD-„Sportschau“ zufolge kein „Taschengeld“ mehr in Katar. In einer E-Mail an die Teilnehmer des Reiseprogramms heißt es demnach, die Gäste sollten vor der „irrtümlichen, falsch informierten Behauptung“ geschützt werden, dass sie „bezahlte Fans“ seien. Deshalb werde „das Taschengeld leider nicht mehr bereitgestellt“. Geplant war, wie auch internationale Medien berichtet hatten, eine aufgeladene Kreditkarte mit etwa 70 Euro pro Tag.

Iran

FIFA-Präsident Gianni Infantino ist überzeugt, dass die verheerende Situation für Frauen und die Unterdrückung von Minderheiten im Iran keinen Einfluss auf den Sport haben wird. „Es spielen nicht zwei Regimes, keine zwei Ideologien gegeneinander, sondern zwei Mannschaften“, sagte Infantino mit Blick auf das Duell des Iran am Montag gegen England. Es sei „positiv und völlig selbstverständlich, dass die beiden gegeneinander spielen können“, führte Infantino dann aus und fragte zurück: „Müssen wir alle ausschließen, weil ein paar Menschen schlecht sind?“

WM-Hit-Sänger

Wegen einer Frage zu seiner Rolle bei der umstrittenen Fußball-Weltmeisterschaft in Katar hat der Sänger einer WM-Hymne ein Interview im israelischen Fernsehen abgebrochen. „Du bist unhöflich“, sagte Maluma zu dem Reporter des öffentlich-rechtlichen Senders Kan. Dieser hatte ihn gefragt, ob sein musikalischer Beitrag zur WM nicht die Situation im Land beschönige – während andere Stars aufgrund der problematischen Menschenrechtslage im Gastgeberland ihre Musik nicht für das Fußball-Event hergeben wollten.

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