Mannheim – Das Erbe von Fußball-Idol Horst Eckel ist bei einer Einzelstück-Auktion in Mannheim für über 200 000 Euro versteigert worden. Das begehrteste Stück, das von Eckel im Finale der Weltmeisterschaft 1954 in Bern getragene Trikot, wurde für stattliche 78 000 Euro an einen Telefonbieter versteigert. Seine WM-Goldmedaille brachte nur 2000 Euro weniger ein.
Eckels Tochter Dagmar hatte Ende September die Versteigerung aufgrund der Bedürftigkeit ihrer Mutter Hannelore (85) als unausweichlich bezeichnet. Streit gab es im Vorfeld darum, ob tatsächlich auch das Endspiel-Trikot Eckels versteigert werden darf. Das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund erkennt die Kündigung des Leihvertrags durch Dagmar Eckel nicht an.
Zuvor war der eigentlich anvisierte Verkauf der Gesamtsammlung des im Dezember 2021 gestorbenen Weltmeisters von 1954 für ein geplantes Mindestgebot von 280 000 Euro gescheitert.