Am Mittwoch startet das DFB-Team gegen Japan in die WM. Was es bei den Samurai Blue und den zwei anderen Gruppengegner Neues gibt? Wir liefern einen Überblick.
Japan: Ritsu Doan hält vor dem WM-Auftaktspiel keinen Kontakt zu seinen Freiburger Clubkollegen Christian Günter und Matthias Ginter. „Wir sind bis zum neuen Jahr keine Freunde, ich gebe alles für mein Land“, sagte der Offensivspieler am Samstag schmunzelnd. „Das letzte Mal haben wir in Deutschland miteinander gesprochen. Ich bin glücklich, dass wir gegeneinander spielen.“ Acht Japaner verdienen in der Bundesliga oder 2. Liga ihr Geld. „Wir haben viele gute Spieler, mit so viel Potenzial. Wir haben eine große Chance, ins Achtelfinale einzuziehen“, so Doan.
Costa Rica: La Sele trainierte erstmals in Katar, im Stadion des Erstligisten Al-Ahli. Trainer Luis Fernando Suarez schwärmte anschließend vom Teamgeist des Außenseiters: „Ich habe ein ausgezeichnetes Gefühl, weil es eine verantwortungsbewusste, ernsthafte, ehrgeizige und mutige Gruppe ist.“
Daheim war noch ein Fauxpas beim ersten Gegner Spanien ein großes Thema. Nationalcoach Luis Enrique hatte die Mittelamerikaner nach Südamerika verortet. „Hoffen wir, das es nicht sein einziger Fehler war“, schrieb die Online-Zeitung CRhoy, „und dass er Hunderte im Spiel gegen uns machen wird“. Enrique entschuldigte sich wortreich und postete Bilder von einem Urlaub in Costa Rica.
Spanien: Cesar Azpilicueta kommt sich ziemlich alt vor. Der 33-Jährige, Kapitän beim FC Chelsea, gab vor neun Jahren sein Debüt in der Furia Roja – und ist begeistert von den vielen jungen Spielern im spanischen WM-Kader. „Was mich am meisten überrascht hat, ist ihr Mut“, sagte der Abwehrspieler, „sie haben keine Angst. So wie sie sich ins Spiel einfügen, ist es eine Freude zu sehen, wie bereit sie für ihr junges Alter sind.“ Nationaltrainer Enrique hat insgesamt neun Spieler für die WM nominiert, die nach der Jahrtausendwende geboren sind, darunter die 20-jährigen Asu Fati, Nico Williams und Yeremy Pino sowie die Teenager Gavi (18), Pedri (19) und der nachnominierte Alejandro Balde (19).
„Im Fußball fangen die Youngsters immer früher an. Sie sind reif, sie verstehen das Spiel und sie zeigen es“, schwärmte Azpilicueta: „Einige von ihnen haben bereits bei der EURO gespielt, in der Nations League. Mit 18 Jahren sind sie bei einer Weltmeisterschaft.“ Er selbst stand 2014 – mit 24 Jahren – erstmals bei einer WM auf dem Feld. sid