Doha – Gareth Southgate nahm die Kritik der unzähligen englischen Hobby-Nationaltrainer mit Humor. „Ich weiß, was die Leute bei Social Media schreiben“, sagte Southgate mit einem Lächeln: „Verdammt, schimpfen sie, wir haben all diese guten Spieler – und noch immer ist dieser Unfähige ihr Trainer.“
Es sei seine Aufgabe, betonte Southgate (52) dann ernst, seine Zweifler mit guten Ergebnissen zu überzeugen – und der quälend langen Durststrecke seit dem WM-Triumph von 1966 ein Ende zu bereiten. Beim Auftakt des Turniers in Katar gegen Underdog Iran an diesem Montag (14.00 Uhr MEZ/ZDF und MagentaTV) muss also ein Sieg her, idealerweise ein überzeugender.
Dabei hat Southgate bereits bewiesen, dass er mit seiner Mannschaft erfolgreiche Turniere spielen kann. Bei der WM 2018 sprang Rang vier heraus, doch der EM-Rang zwei durch das verlorene Finale von Wembley 2021 gegen Italien blieb vielen als Scheitern im Kopf. „Das ist verrückt, die Leute vergessen so schnell, wo wir herkommen“, sagte Mittelfeldspieler Eric Dier: „Dass er (Southgate, d. Red.) so in der Kritik steht, ist irre.“
Die jüngsten Ergebnisse allerdings sprechen gegen Southgates Team. Beim bislang letzten Auftritt gab es ein 3:3 in der Nations League gegen Deutschland, davor Niederlagen in Italien (0:1) und gegen Ungarn (0:4). „Trotzdem glaube ich“, sagte Southgate damals, „dass ich der richtige Trainer bin, um diese Mannschaft ins Turnier zu führen.“ Und dort bis ins Finale, meint er. sid