WM IN KÜRZE

Der alternde König und seine Erben Sieben Millionen neue Follower

von Redaktion

Cristiano Ronaldo

Die Frage nach der Zukunft von Cristiano Ronaldo gilt in der Heimat fast schon als Majestätsbeleidigung. Portugals Nationaltrainer Fernando Santos will von diesem Thema jedenfalls nichts wissen. „Ich glaube nicht, dass irgendeine Mannschaft auf der Welt besser spielen kann, wenn ihr bester Spieler nicht dabei ist“, sagte er vor der WM. Doch Ronaldo, bei seinem letzten Club Manchester United, meist bestenfalls Ersatzspieler, dominiert das Spiel bei seiner fünften und wohl letzten WM noch nicht wie früher.

Auch wenn er schon vor dem zweiten Spiel am Montag gegen Uruguay (20.00 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV) einen weiteren Rekord in der Tasche hat. Er ist nun der erste Spieler, der bei fünf Weltmeisterschaften getroffen hat. Doch der 37-Jährige zeigte auch teils ungewohnte Schwächen im Abschluss, obwohl beim WM-Auftakt auch immer wieder seine Extraklasse aufblitzte. Bei seinem Ex-Club United war Ronaldo im letzten halben Jahr ohnehin meist nur Ersatz.

Den knappen 3:2-Sieg gegen Ghana sicherten am Ende andere: Bruno Fernandes bereitete zwei Treffer vor, Rafael Leão und João Félix erzielten die Tore. „Der König und seine Erben“, titelte „A Bola“. Portugals neue Generation hat so viel Talent, dass sich die Frage nach der Zukunft von Ronaldo im Nationalteam fast aufdrängt. Wenn auch nicht für die Talente selbst. „Es ist ein Traum. Seitdem ich ein Kind bin, haben wir alle davon geträumt, gemeinsam mit ihm zu spielen und die Nationalmannschaft zu repräsentieren“, sagte Félix über seine erste WM gemeinsam mit Ronaldo.

Außerhalb des Nationalteams wird die Frage bleiben, wo Ronaldo zukünftig spielt. Ein amerikanischer TV-Sender vermeldete, ein saudischer Club habe ihm ein milliardenschweres Vertragsangebot unterbreitet.

Richarlison

Sein Doppelpack hat Stürmer Richarlison rund sieben Millionen neue Fans in seinen Sozialen Netzwerken eingebracht. Folgten dem 25 Jahre alten Brasilianer vor der Partie gegen Serbien gut 13,3 Millionen bei Twitter, Facebook, Tiktok und Instagram, schnellte die Zahl vor allem nach seinem spektakulären Seitfallzieher zum 2:0 (0:0)-Endstand auf 20,4 Millionen Follower hoch. Abseits des Platzes gilt Richarlison als charismatisch, setzt sich für soziale Gerechtigkeit oder gegen Rassismus ein und organisiert Spendenaktionen für Bedürftige.

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