Whistler – Neue Saison, alter Dominator: Francesco Friedrich (Oberbärenburg) hat zum Start in den Bob-Winter einen Doppelsieg perfekt gemacht. Der Rekordweltmeister setzte sich im kanadischen Whistler nach seinem Erfolg im Zweier auch im Vierer durch und sendete beim Weltcup-Auftakt der nacholympischen Saison gleich wieder ein Zeichen der Stärke an die Konkurrenz.
„Im zweiten Lauf haben wir die Fahrt gezeigt, die wir auf dieser Bahn zeigen wollten. Dann macht es unendlich Spaß, hier herunter zu fahren“, sagte Friedrich, der bereits am Freitag im Zweier vor Brad Hall (Großbritannien) und Johannes Lochner (Stuttgart) triumphiert hatte.
Der Doppel-Olympiasieger lag mit seinen Anschiebern Alexander Schüller, Thorsten Margis und Candy Bauer, mit denen er im Februar sein zweites olympisches Gold im großen Schlitten gewonnen hatte, auch am Samstag vor Hall, der Vorsprung betrug 0,42 Sekunden. Rang drei sicherte sich Lokalmatador Taylor Austin (+0,81). Bundestrainer Rene Spies schwärmte von einer „Zauberfahrt“ von Friedrich im zweiten Durchgang.
Lochner verpasste das Podium als Sechster klar. Christoph Hafer (Bad Feilnbach) war im ersten Lauf wegen eines technischen Problems über den Zielauslauf hinausgeschossen und hatte seinen Bob beschädigt. Das Quartett blieb unverletzt, konnte zum zweiten Durchgang aber nicht mehr antreten.
Bei den Frauen legte am Samstag auch Kim Kalicki (Wiesbaden) einen erfolgreichen Auftakt. Die Vizeweltmeisterin war mit Anschieberin Anabel Galander im zweiten Lauf noch an die Spitze vorgefahren. Olympiasiegerin Laura Nolte (Winterberg) verpasste nach ihrem Sturz im Monobob am Vortag als Vierte das Podest.
Am kommenden Wochenende geht es in Park City in den USA weiter, eine weitere Woche später folgt das Rennen in Lake Placid. sid