Frankfurt/Main – Der „Putsch“ ist bereits bis ins kleinste Detail vorbereitet: Erst entziehen Hans-Joachim Watzke und die anderen fünf Aufsichtsräte der DFL-Chefin Donata Hopfen am Mittwoch das Vertrauen. Dann werden Axel Hellmann (Eintracht Frankfurt) und Oliver Leki (SC Freiburg) von ihren Klubs freigestellt, um den Profiverband interimsweise zu führen. Bis zum kommenden Sommer soll dann die Nachfolge geregelt sein.
Der Freiburger Finanzvorstand Leki (49) und der Frankfurter Vorstandssprecher Hellmann (51), der bereits im DFL-Präsidium sitzt, müssen die Probleme angehen, an denen Hopfen gescheitert ist. Die 46-Jährige kam bei der 50+1-Regel, der Digitalisierung, dem Einstieg eines Investors, der Auslandsvermarktung, dem neuen Grundlagenvertrag mit dem DFB und der kommenden Ausschreibung der Medienrechte nach Ansicht ihrer Kritiker bei den 36 Profiklubs nicht entscheidend voran.
Sollte Hopfen trotz eines Vertrags bis Ende 2024 ihren Posten verlieren, würde sie zum Missverständnis abgestempelt. Erst am 1. Januar hatte sie das Amt von Christian Seifert übernommen. Den Titel der mächtigsten Frau im deutschen Fußball müsste die DFB-Vizepräsidentin gegen eine üppige Abfindung eintauschen. sid