Bayerns banger Blick nach Katar

von Redaktion

Fünf FCB-Stars sind bei der WM noch dabei – verletzen soll und darf sich keiner mehr

München – Noch fünf Spieler des FC Bayern haben in Katar die große Chance auf den WM-Triumph – doch in München hält sich die Vorfreude auf die Halbfinalspiele in Grenzen. Er schaue „da immer noch mal ganz besonders hin“, sagt Vorstandschef Oliver Kahn sorgenvoll.

Beim deutschen Rekordmeister hat sich nach den schwerwiegenden Ausfällen der Leistungsträger Manuel Neuer, Lucas Hernandez und Sadio Mane eine gewisse Unruhe eingestellt. Mit Blick auf die eigenen großen Ziele und das Champions-League-Achtelfinale gegen Paris St. Germain mit den Superstars Lionel Messi, Kylian Mbappe und Neymar wäre ein weiterer Rückschlag für die Ambitionen fatal.

Schon jetzt sind die Nöte groß genug, doch Kahn beschwichtigt. „Am 20. Januar geht es sofort in der Bundesliga wieder los, dann in der Champions League. Das haben wir gewusst, deshalb haben wir den Kader relativ breit aufgestellt“, sagte er bei Bild.tv.

Aber ist der Kader auch breit genug? Vor allem die schwere Verletzung und das damit verbundene Saison-Aus von Kapitän Neuer, der sich bei einer Skitour den Unterschenkel brach, wiegt schwer. Lucas Hernandez steht wegen eines Kreuzbandrisses in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung. Sadio Mane soll nach seiner Operation am Wadenbeinköpfchen erst im März wieder einsatzfähig sein. Der Kracher gegen Paris wäre da schon gelaufen.

Zu allem Überfluss muss Trainer Julian Nagelsmann die in der Vorrunde gescheiterten und mental angeschlagenen DFB-Stars ab 3. Januar erst mal wieder aufrichten – genauso wie den Niederländer Matthijs de Ligt. Und das auch noch im Trainingslager in: Katar (ab 6.1.). Umso genauer schauen Kahn, Nagelsmann und Sportvorstand Hasan Salihamidzic ab Dienstag hin, wenn Josip Stanisic (Kroatien), Noussair Mazraoui (Marokko), Dayot Upamecano, Kingsley Coman und Benjamin Pavard (alle Frankreich) nach dem WM-Pokal greifen. Man versuche immer, berichtet Kahn, „Kontakt zu halten mit der ein oder anderen SMS oder WhatsApp, um Positivität zu erzeugen“.  sid

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