Bittere Abfuhr für die Abtrünnigen, wichtige Rückendeckung für UEFA und FIFA: Dem Zankapfel Super League droht das endgültige Aus. Das Gutachten des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) dürfte der Anfang vom Ende der äußerst umstrittenen Milliardenliga sein. Denn die obersten Rechtsberater stellten sich klar auf die Seite der mächtigen Fußball-Verbände – und versetzten den von Real Madrid, Barcelona und Juventus Turin weiter forcierten Plänen einen empfindlichen Dämpfer. Zwar dürften die grundsätzlich ihren eigenen Betrieb starten – doch dann wären sie wohl ebenso wie ihre Spieler von allen sonstigen Wettbewerben ausgeschlossen. Denn eine Teilnahme an den Wettbewerben der Verbände kann nicht eingeklagt werden. Die von der Europäischen Fußball-Union (UEFA), dem Weltverband FIFA und auch nationalen Organisationen ausgesprochenen Drohungen in Sachen Ausschluss stuft Generalanwalt Athanasios Rantos als rechtskonform ein. Jedoch gibt es für die Treiber des Milliardenprojekts um die Agentur A22 noch Resthoffnung. Das am Donnerstag veröffentlichte Gutachten ist nicht bindend. Jedoch folgte die große Kammer des EuGH in der Vergangenheit meist den Schlussanträgen, ein Urteil ist für März 2023 zu erwarten. Bis dahin hat die A22 um ihren Boss Bernd Reichart noch Rest-Hoffnung.