Köln/Liverpool – Jürgen Klopp grinste breit und schlug sich vor der Liverpooler Fankurve immer wieder aufs Herz. 3:1 am Boxing Day bei Aston Villa gewonnen, dritter Ligasieg in Folge, und dann auch noch das Ja-Wort von WM-Entdeckung Cody Gakpo. Weihnachten 2022 dürfte dem ewig erfolgshungrigen Starcoach in bester Erinnerung bleiben.
Klopp jedenfalls wusste gar nicht wohin mit seiner guten Laune. „Es ist eine große Freude, mit diesen Jungs zu arbeiten“, schwärmte der 55-Jährige. Platz sechs in der Premier League ist zwar nach wie vor zu wenig für den deutschen Trainer, doch die Richtung stimmt wieder.
Klopp jedenfalls blies wenig besinnlich am 2. Weihnachtstag zum Angriff auf die direkten Konkurrenten um Tottenham Hotspur und Manchester United. „Wir müssen für alle die Nervensäge sein“, erklärte er, „so einfach ist das.“
Gelungen ist ihm das auf dem Transfermarkt schon lehrbuchhaft. Der niederländische Topklub PSV Eindhoven jedenfalls verkündete am Montagabend die Einigung mit Liverpool über den Wechsel von Außenstürmer Gakpo, den nahezu der gesamte Hochadel des europäischen Fußballs seit der WM in Katar umworben hatte.
PSV-Geschäftsführer Marcel Brands sprach vom „Rekordtransfer“ für den Klub. Bislang wurde diese Marke vom Mexikaner Hirving Lozano gehalten, der 2019 für 45 Millionen Euro von Eindhoven zur SSC Neapel gewechselt war.
Rund 50 Millionen inklusive Boni, so berichtet die englische Presse, werden für Gakpo in die Niederlande fließen – für nicht wenige ist der 23-Jährige damit in diesen verrückten Zeiten ein Schnäppchen. Besonders süß für jeden Liverpool-Fan: Erzrivale ManUnited schien bis zuletzt das Rennen zu machen.
Von LFC-Seite gab es zunächst kein offizielles Wort zu dem Coup. Laut Eindhoven ist aber praktisch alles gelaufen: Die Klubs haben sich geeinigt, Gakpo werde in England umgehend „die notwendigen Formalitäten für den Transfer erledigen“. sid