Skispringen
Die für den nächsten Winter angekündigte Premiere wurde beinahe beiläufig einkassiert. Eine Vierschanzentournee für Frauen? Sowas soll es nun frühestens zur Saison 2024/25 geben. Das löste bei den Athletinnen allerdings Verärgerung aus. Die Erklärung, es gebe „noch viele zu berücksichtigenden Faktoren, die eine frühere Einführung nicht ermöglichen“, beschwichtigte da kaum. Die Einführung des Silvester-Turniers war für Olympia-Silbergewinnerin Katharina Althaus und Co. zwar ein weiterer Schritt. Aber es ist eben nicht die angestrebte Tournee. Und auf Normalschanzen in Villach und im slowenischen Ljubno zu springen statt in den Arenen, fühlt sich nicht nach Eingliederung an. Die deutsche Luisa Görlich äußerte nun ihren Unmut. „Die Wettkämpfe in Titisee und Lillehammer haben vor Ort und an den TV-Schirmen gezeigt, dass die Zeit reif ist für eine Vierschanzentournee der Frauen. Vor diesem Hintergrund ist es eine Unverschämtheit, im Zeitalter der Gendergerechtigkeit, die Entscheidung auf eine eigene Tour wieder verschoben zu haben!“, schrieb Luisa Görlich in ihrer Kolumne auf „sport.de“. Zu beschwichtigen versucht der deutsche Bundestrainer Stefan Horngacher: „Man kann es unterstützen, das haben wir auch gemacht. Es ist auch in Arbeit, die Vierschanzentournee der Mädels. Wir würden es natürlich definitiv begrüßen.“ Noch vor zwei Jahren hatte hatte der 53-Jährige zu dem Thema gesagt: „No comment from my side“ (Kein Kommentar von mir.)