Wenn man den Gegner nicht ernst nimmt. . .

von Redaktion

Tölzer Löwen patzen in der Oberliga gegen Lindau – Vor der Mutter aller Schlachten

Bad Tölz – Man wolle jedes Spiel gewinnen. Und: Man nehme jeden Gegner gleich ernst. Das hat Stürmer Ludwig Nirschl vor dem Wochenende gesagt, das mit zwei Niederlagen für die Tölzer endete.

Die Aussage des Löwen-Topscorers trifft lediglich auf eine der beiden Begegnungen zu: Nur am Freitag beim knappen 2:3 im Oberbayern-Derby gegen Oberliga-Zweiten Rosenheim war den Tölzern vor gut 3500 Zuschauern Spaß, Siegeswille und Kampfgeist anzusehen. „Eine Top-Leistung“, befand Trainer Ryan Foster trotz der Niederlage. „Ich bin stolz auf die Mannschaft.“

Den EV Lindau dagegen, vor der Tölzer 2:6-Niederlage noch Tabellenzwölfter, schienen die Löwen am zweiten Weihnachtsfeiertag überhaupt nicht ernst zu nehmen: 0:3 nach kaum vier Minuten. „Wir waren überhaupt nicht da, haben nur zugeschaut, waren zu langsam, und dafür wurden wir be-straft“, sagt Foster. Er nahm eine Auszeit, Josef Hölzl ersetzte den glücklosen Philip Lehr zwischen den Pfosten, es ging vorübergehend aufwärts. Doch der Rückstand wuchs auf 1:5 an. Die Löwen rannten sich fest, scheiterten am starken EVL-Keeper Dieter Geidl – selbst Nick Huard per Penalty. „Wir hatten kein Herz, waren nicht bissig“, sagt der Löwen-Dompteur.

Ludwig Nirschl fehlte in Lindau: Der 22-Jährige krachte bei einem Konter gegen Rosenheim ohne Fremdeinwirkung in die Bande. Zog sich eine schwere Gehirnerschütterung zu.

Weiter geht’s im Zwei-Tages-Rhythmus mit den Derbys in Peiting (Mittwoch, 19.30 Uhr) und der Mutter aller Schlachten gegen Riessersee am Freitag (19.30 Uhr, Tölz). NICK SCHEDER

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