Die Rallye Dakar startet in ihre 45. Ausgabe. Schon zum vierten Mal findet das legendäre Wüstenrennen in Saudi-Arabien statt. Nach dem Prolog am Silvestertag im „Sea Camp“ am Ufer des Roten Meeres folgen für die rund 1000 Teilnehmer weitere 14 Etappen. Nach 8549 km (davon 4706 km Wertungsprüfung) werden am 15. Januar in Dammam die Sieger gekürt.
Was ist in diesem Jahr besonders?
Der Veranstalter verspricht die „härteste“ Rallye Dakar seit ihrem Wechsel aus Südamerika nach Saudi-Arabien. Auf Fahrer und Teams wartet die längste Ausgabe des Klassikers seit 2014, 70 Prozent der Route sind komplett neu. Auf diesem unbekannten Terrain werden sich die Teilnehmer viel mit einem sandigen Gegner auseinandersetzen müssen: den Dünen. Sie sind beim diesjährigen Streckenverlauf besonders häufig zu bewältigen. Die Rallye Dakar soll wieder im Glanz alter Tage erstrahlen und ihrem Namen als härtestes Marathonrennen der Motorsportwelt gerecht werden.
Wer sind die Favoriten?
Toyota-Pilot Nasser Al-Attiyah (Katar) startet in die Mission Titelverteidigung und fährt um seinen fünften Gesamtsieg. Der neunmalige Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb (Prodrive) will nach Platz zwei bei der vergangenen Ausgabe nun seinen Premierensieg in der Wüste feiern. Dabei muss sich der Franzose aber auch gegen die mit Rekordgewinner Stephane Peterhansel (Frankreich), Rallye-Ikone Carlos Sainz (Spanien) und dem früheren DTM-Champion Mattis Ekström (Schweden) prominent besetzten Hybrid-Autos von Audi durchsetzen, die im zweiten Anlauf nun auch in der Gesamtwertung vorne mitmischen wollen.
Was ist mit Kritik?
Wegen massiver Verstöße gegen die Menschenrechte wird Gastgeber Saudi-Arabien viel kritisiert. Dass die Rallye Dakar bereits zum vierten Mal bei den Saudis ausgetragen wird, gießt für Gegner noch mehr Feuer in die „Sportswashing“-Debatte. Welcher TV-Sender überträgt?
In Deutschland wird Eurosport täglich gegen 21 Uhr eine einstündige Zusammenfassung der Etappen senden. Außerdem: „Daily Dakar Show“ auf Red Bull TV (ca. 21.30 Uhr auf redbull.com).