Halvor Egner Granerud – Zum Karrierestart nackt von der Schanze

von Redaktion

Ok, eine Verrücktheit hat sich Halvor Egner Granerud in seiner Karriere dann doch schon geleistet. Auch wenn es lange her ist. 2013, der heutige Tournee-Held war gerade 16, sprang er mit einem Kumpel nackt von der 60-Meter-Schanze in Oslo. Im tiefsten Winter wohlgemerkt. Das Video der Aktion verbreitete sich rasant im Netz. Und der noch junge Halvor war begeistert: „Es hat riesigen Spaß gemacht.“

Doch ansonsten liefert der Mann aus Trondheim seine Schlagzeilen eher als solider Musterathlet. Anders als so mancher fliegender Landsmann zuvor. So wie Olympiasieger Lars Bystöl, der sich nach einer Prügelei im Hafenbecken wiederfand. Halvor Egner Granerud ist ein Mann der Natur. Bevor er vollends auf die Karte Skispringen setzte, war er auch als Orientierungsläufer aktiv. „Seine Eltern waren da ganz verrückt danach“, sagte Norwegens Trainer Alexander Stöckl. Die Entscheidung für die Schanze war für den Junior aber definitiv eine gute, auch finanziell – alleine für einen möglichen Tourneesieg könnte er am 6. Januar in Bischofshofen mehr als 100 000 Euro einstreichen. Seit zwei Jahren ist der 26-Jährige einer der Topathleten der Szene. 2020/21 entschied er den Gesamt-Weltcup für sich.

Und auch privat stehen beim Urenkel des beliebten norwegischen Kinderbuchautor Thorbjörn Egner alle Ampeln auf grün. Granerud ist schon lange mit Freunden Karoline Nilsen zusammen – im vergangenen Sommer bezogen beide ihr neu erbautes Haus in der Heimatstadt Trondheim.  rp

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