Eine Frage der Finanzen

von Redaktion

U20-WM DEB-Coach Abstreiter zufrieden

Halifax – Am Ende war alles wie (fast) immer: Kanada verteidigte seinen Titel bei der Eishockey-U 20-Weltmeisterschaft durch ein 3:2 in der Overtime gegen starke Tschechen. Die deutsche U20-Auswahl hatte unter Bundestrainer Tobias Abstreiter zum dritten Mal in Folge das Viertelfinale erreicht. „Das ist ein sehr schöner Erfolg“, befand der deutsche Coach, für den das Hauptziel der Klassenerhalt gewesen war.

Wobei die deutliche 1:11-Pleite zum Abschluss gegen die USA schon auch die Grenzen deutlich machte. Schmerzhaft, wie auch Abstreiter bei Magentasport sagte: „Wir hatten uns erhofft, dass wir das Ergebnis ein bisschen knapper gestalten würden.“

Doch auch die Abfuhr passte ein Stück weit ins Bild. Gewinnen konnte die deutsche Auswahl beim Turnier in Kanada nur gegen Österreich. Gegen Schweden gab es ein beachtlich knappes 0:1 – dazu setzte es drei heftige Pleiten gegen Kanada, Tschechien und eben die USA. Viel mehr, da ist sich Abstreiter sicher, ist in den gegebenen Strukturen nicht drin. „Das würde ein sehr großer finanzieller Kraftakt werden, da irgendwo in die Nähe zu kommen“, betonte er, „Es gibt mehrere Punkte, die aktiviert werden müssten. Da sind finanzielle Mittel notwendig, um verschiedene Dinge zu ändern und zu verbessern. Von daher weiß ich, dass das nicht zu leicht werden wird.“

Wobei es die Frage ist, ob das auf Dauer überhaupt noch Abstreiters Thema ist – Spekulationen halten sich, dass auch er ein Kandidat für die Nachfolge von Toni Söderholm als Bundestrainer der A-Nationalmannschaft sein könnte. Doch daran will er sich dieser Tage naturgemäß nicht beteiligen. „Ich konzentriere mich voll auf meine Aufgabe, die ist wirklich sehr schön. Ich bin da sehr glücklich, mit jungen Spielern arbeiten zu dürfen. Das macht sehr viel Spaß“, betonte er, „Den Rest überlasse ich dem sportlichen Bereich des Deutschen Eishockey Bundes.“  mm

Artikel 9 von 11