Köln – 14 915 Zuschauende hatten die Kölner Haie am Sonntagnachmittag beim Spiel gegen die Augsburger Panther – in der Lanxess-Arena, die 18 500 Plätze bietet, wäre das eine stattliche Zahl gewesen. Doch dort fand die Partie nicht statt, sondern im Fußballstadion in Müngersdorf, groß genug, um 50 000 Menschen zu fassen. Dreimal wichen die Haie zwischen dem 3. Dezember und 8. Januar unter den freien Himmel aus – ein Publikumserfolg war es nicht. 40 169 kamen zum offiziellen „Winter Game“ gegen Mannheim, bei den Besuchen von Bremerhaven (22. Dezember) und Augsburg sank der Besuch auf jeweils unter 15 000. Diese beiden DEL-Matches waren als „Cologne Stadium Series“ ausgewiesen worden – aber ohne die Überzeugung, dass sie ein fantastisches Event werden würden. Hintergrund: Die Halle war zu besagten Terminen anderweitig vermietet.
Doch es ist inzwischen eine grundsätzliche Frage, ob die Deutsche Eishockey Liga an Open-Air-Spielen festhalten oder anerkennen soll, dass das Format sich totgelaufen hat. Alle zwei Jahre soll eines stattfinden, nach einmaligen Gastspielen in Nürnberg und Sinsheim (mit Schwenningen und Mannheim). Zuletzt wechselten sich Köln und Düsseldorf ab.
Andere Standorte scheiden aus, weil in den Fußballarenen Hybridrasen verlegt ist, den man nicht zerstören will. Außerdem hat nach Wiedereinführung des Abstiegs kein Club mehr die Gewissheit, dass er auch dann noch in der DEL spielen wird, wenn das turnusgemäße Winter Game ansteht. gük