IM BLICKPUNKT

Petros: Endlich wieder Kontakt zur Familie

von Redaktion

Nach all den Sorgen und Ängsten um seine Familie, nach dem Krieg in Äthiopien mit rund einer halben Million Toten und mindestens zwei Millionen Vertriebenen, weiß Amanal Petros, dass seine Mutter und die Schwester am Leben sind. Eine Befreiung für den deutschen Marathon-Rekordhalter. „Es ist wieder möglich anzurufen, allerdings gibt es bisher Telefonverbindungen meist nur in die größeren Städte“, sagte Petros bei leichtathletik.de: „Meine Mutter konnte ich daher noch nicht sprechen, denn sie wohnt in einem kleinen Dorf, da ist es noch schwierig. Aber mit meiner Schwester habe ich gesprochen, und ich weiß jetzt, dass es ihnen gut geht. Das ist eine enorme Erleichterung, eine Last fällt mir von den Schultern.“

Zwei Jahre tobte der Krieg in der Tigray-Region im Norden Äthiopiens zwischen Rebellen und der Regierung, das benachbarte Eritrea hatte die äthiopische Armee bei den Kämpfen unterstützt. Und Petros, in Eritrea geboren, mit der Mutter als Zweijähriger nach Äthiopien geflohen, wusste lange nicht, wie es den Verwandten erging. Seit dem Friedensabkommen beruhigt sich die Lage mittlerweile. Und so blickt Petros zuversichtlich auf das Jahr 2023, das für den 27-Jährigen am Sonntag mit einem 10-km-Rennen in Valencia beginnt. „Es ist noch vieles möglich, ich glaube an mich“, sagte Petros, der als Teenager nach Deutschland kam. foto: dpa/Weihrauch

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