Von CR7 befreit

von Redaktion

Ohne den Superstar geht ManU mit breiter Brust ins Stadtderby

Manchester – Diesen Seitenhieb in Richtung Cristiano Ronaldo konnte sich Manchester Uniteds Trainer Erik ten Hag nicht verkneifen. Befragt nach dem Rezept für die jüngste Erfolgsserie seit dem bitterbösen Abschied des Superstars sagte der Coach: „Niemand ist größer als das Team, jeder muss sich einbringen.“ So oder so: Seit acht Pflichtspielen ist der englische Rekordmeister ungeschlagen und geht bester Stimmung ins Derby mit dem ungeliebten Nachbarn Manchester City an diesem Samstag (13.30 Uhr/Sky).

Erlöst vom Hauskrach mit Ronaldo hat ten Hag in dieser Woche sogar einen Rekord aufgestellt. Das 3:0 im Ligapokal gegen Charlton Athletic war der 20. Sieg für den Niederländer im 27. Spiel seit seinem Amtsantritt. Das schaffte so schnell kein Man-United-Trainer vor ihm, nicht mal Clublegende Sir Alex Ferguson.

Dass ten Hag den portugiesischen Superstar, der nach eigenem Selbstverständnis eine Startelfgarantie hat, zunehmend auf der Bank ließ, führte zum Zerwürfnis. Nach einem aufsehenerregenden TV-Interview, in dem Ronaldo Club und Trainer scharf kritisierte, war seine Zeit im Old Trafford abgelaufen.

Und United geht erstmals seit langer Zeit mit breiter Brust ins Heimspiel gegen Meister Manchester City. „Ich glaube, wir können mit jeder Mannschaft mithalten“, sagte ten Hag. Allerdings: Die letzten drei direkten Begegnungen entschieden die Cityzens mit insgesamt 12:4 Toren für sich. In der laufenden Saison ging ten Hags Team im September mit 3:6 beim Guardiola-Club unter. Doch: Die Vorzeichen sind nun anders. Während ten Hag mit Man United Sieg um Sieg holt und in der Premier-League-Tabelle klettert, hakt es bei Pep Guardiolas Manchester City gerade ein wenig. Im Ligapokal setzte es ein 0:2 gegen Liga-Schlusslicht FC Southampton.

Mit einem Sieg gegen den Lokalrivalen würde Manchester United bis auf einen Punkt an City heranrücken. Der Rückstand auf Tabellenführer FC Arsenal, der am Sonntag ein Derby bei Tottenham Hotspur bestreitet, könnte auf sechs Punkte schrumpfen. Ungeahnte Perspektiven.  dpa

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