Der EHC in der Ergebniskrise

von Redaktion

4:5 – Red Bull München kassiert gegen Düsseldorf die dritte Niederlage in Serie

München – In den Schlusssekunden hatten die Profis des EHC Red Bull München ihr Schicksal sogar noch einmal in den eigenen Händen. Doch der Puck sprang fast schon hämisch über den schussbereiten Schläger von Austin Ortega hinweg. So dass es doch amtlich war, das in dieser Saison noch ungekannte Erlebnis für die Münchner: Dieses 4:5 (1:3, 0:1, 3:1) gegen die Düsseldorfer EG war die dritte Niederlage in Serie, die vierte in den letzten fünf Spielen.

Und das ist doch zumindest Eine Ergebniskrise für den immer noch souveränen DEL-Tabellenführer. Der gegen die Rheinländer erst im Schlussdrittel in Fahrt kam. Die Tore von Chris DeSousa (45.), Zach Redmond (55.) und Austin Ortega (56.) kamen zu spät – den vierten Münchner Treffer hatte Ben Smith in der Anfangsphase beigesteuert. Für die lange clever auftretenden Düsseldorfer steuerten Alec McCrea (6.), Victor Svensson (10.), Jakub Borzecki (17.), Joonas Järvinen (29.) und Stephen MacAulay (PP/51.) bescherten den Rheinländern den zweiten Saisonsieg am Oberwiesenfeld.

Münchens Andi Eder war entsprechend angefressen. „Wir glauben momentan, dass 20 Minuten Eishockey reichen“, murrte er, „aber die reichen nicht.“ Schon im Vorfeld hatte sich Zach Redmond ähnlich geäußert: „Nach einer Führung schaltest du manchmal in einen anderen Modus um.“ Folgenschwer, gerade gegen Teams, die in der anlaufenden Endphase der Hauptrunde noch um höhere Ziele kämpfen.

40 Minuten lang hatte Düsseldorf vor über 5200 Zuschauern mit konsequentem, geradlinigem Auftreten das Heft in der Hand. Gegen seltsam passive Red Bulls, die in dieser Zeit ganze elf Schüsse auf das Tor des Ex-Münchners Hendrik Haukeland abfeuerten.

Dass man dann noch einmal Fahrt aufnahm und nach 1:4-Rückstand das Spiel fast noch einmal gedreht hätte – es ist der Aspekt, der den EHC auf ein Ende der Formdelle hoffen lassen dürfte. Die Eder so ohnehin noch nicht sehen will. „Es ist ja nicht so, dass wir gegen NHL-Teams spielen, die uns herspielen“, sagte er, „es liegt am Ende nur an uns.“ PATRICK REICHELT

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