Seefeld – Julian Schmid ballte die Faust. Mit einer weiteren starken Leistung war der Oberstdorfer Kombinierer zum zweiten Platz beim Seefeld-Triple gelaufen – und krönte damit sein rundum gelungenes Wochenende. „Julian hat sich stark durchgesetzt“, lobte Bundestrainer Hermann Weinbuch seinen Schützling. Dritter, Dritter, Zweiter – Schmid sammelte in Tirol seine Podestplatzierungen vier bis sechs des Winters – und stellte vier Wochen vor der WM in Planica einmal mehr seine Zugehörigkeit zur Weltspitze unter Beweis.
Er selbst bedankte sich jedoch erst einmal lieber bei anderen. So sprach er etwa seinem Oberstdorfer Teamkollegen Vinzenz Geiger ein „großes Danke“ aus. Der Olympiasieger hatte beim letzten großen Anstieg das Tempo an- und dabei auch Schmid mitgezogen, selber das Podest als Vierter letzten Endes jedoch knapp verpasst.
Den Sieg bei der renommierten Wettkampf-Serie sicherte sich überlegen der Österreicher Johannes Lamparter, Dritter wurde Jens Luraas Oftebro aus Norwegen. Für Lamparter war es nach seinem zweiten Platz im Vorjahr der erste Triple-Triumph. Der Weltmeister übernahm nach seinem achten Weltcup-Podest in Folge zudem das Gelbe Trikot des Gesamtweltcup-Führenden vom norwegischen Topstar Jarl Magnus Riiber, der nach seiner Disqualifikation am Samstag eine Wettkampfpause eingelegt hatte. Auch Schmid schob sich nach vorne und steht im Gesamtweltcup nun auf Platz zwei. sid