KOLUMNE

Courchevel – ein exquisites Pflaster

von Redaktion

VON ELISABETH SCHLAMMERL

Es ist vieles außergewöhnlich in Courchevel, einem der beiden Austragungsorte der Ski-WM. Der Flugplatz zum Beispiel. Er liegt auf 2000 Meter und gilt mit seiner gut 500 Meter langen und knapp 19 Prozent geneigten Landebahn als einer der gefährlichsten der Welt. Schon zweimal war er Schauplatz eines James-Bond-Films. Oder das Skifahren. Mit insgesamt 600 Pisten-Kilometern ist die Region, zu der auch Meribel, Les Menuires und Val Thorens gehören, das größte zusammenhängende Gebiet der Welt. Und dann natürlich die Preise. Der Retortenort hat sich zu einem der teuersten Flecken in den französischen Alpen entwickelt. Oligarchen aus dem Osten zählten bis zum Beginn des Ukraine-Krieges zu den Stammgästen, noch immer kommen Konzern-Bosse und Hollywood-Stars. Der frühere Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hatte hier regelmäßig seinen Skiurlaub im eigenen Chalet verbracht – bis er im Dezember 2013 auf der anderen Bergseite in Meribel, dort wo bei der WM die Frauen-Wettbewerbe ausgetragen werden, schwer verunglückte. Während der WM ist ein Standard-Doppelzimmer in einem Viersterne-Hotel für günstige 920 Euro zu haben – pro Nacht selbstverständlich. Nach der WM sinkt der Preis immerhin um die Hälfte. Und wer lieber ein ganzes Chalet für maximal 18 Personen mit Wellnessbereich, Swimming-Pool, Massagebereich und einen Privatkoch mietet, bekommt dies für rund 40 000 Euro die Woche. Das schön gelegene Dreisterne-Hotel der deutschen Mannschaft ist dagegen ein Schnäppchen. Ein Standard-Doppelzimmer in der Hochsaison kostet gut 400 Euro – mit Halbpension.

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