Hitziges Duell auf Augenhöhe

von Redaktion

Frankfurt siegt im Pokalderby – Freiburg trifft wieder in der Schlussphase

Frankfurt/Sandhausen – Bundesliga gegen 2. Liga am Dienstagabend im Achtelfinale des DFB-Pokals – und standesgemäße Siege für die klassenhöheren Clubs, Eintracht Frankfurt überstand gegen Darmstadt 98 eine kritische Phase (1:2) und feierte einen 4:2-Sieg, zuvor hatte sich der SC Freiburg 2:0 beim SV Sandhausen durchgesetzt.

Im brisanten Hessen-Derby setzte sich Champions-League-Achtelfinalist Frankfurt auch dank des Doppelpackers Randal Kolo Muani mit 4:2 (2:2) gegen den teils furios aufspielenden Zweitliga-Spitzenreiter durch und zog ins Viertelfinale ein. Der erneut starke Vizeweltmeister Kolo Muani (6./90.), der per Kopf und nach einem Sprint traf, Rafael Borre (44.) sowie Daichi Kamada (62.) schossen das Team von Trainer Oliver Glasner in die nächste Runde– und beendeten in einem Duell auf Augenhöhe in hitziger Atmosphäre die Erfolgsserie der Lilien. Für Darmstadt war es nach 20 Spielen die erste Niederlage, Mathias Honsak (29./31.) hatte die Gäste kurzzeitig von der Überraschung träumen lassen.

Eine ganze Region hatte sich auf ein Spiel gefreut, „das elektrisiert“, so beschrieb es Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht – nur 30 Kilometer liegen zwischen den beiden Städten. Auf den Rängen ging es stimmungsvoll zu, zu Ausschreitungen kam es nicht. Viel Pyrotechnik auf den Tribünen eröffnete jedoch den zweiten Durchgang.

„Fußball-Gott“ Nils Petersen griff nach dem Last-Minute-Sieg vor dem Gästeblock zum Megafon, die Fans des SC Freiburg sangen schon lauthals von Berlin: Mit einem erneut späten Sieg hat der SC Freiburg seinen Bundesligafrust im DFB-Pokal hinter sich gelassen und ist nur noch zwei Schritte vom erneuten Endspieleinzug entfernt. Der Vorjahresfinalist gewann mit viel Mühe 2:0 (0:0) im Achtelfinale beim Zweitligisten SV Sandhausen.

„Das war unglaublich wichtig für uns. Es war ein hartes Stück Arbeit“, sagte Philipp Lienhart, der erst in der 87. Minute unter gütiger Mithilfe des Sandhäusers Hamadi Al Ghaddioui das erlösende 1:0 erzielt hatte. Ein Traumtor des eingewechselten Petersen (90.+5) sorgte drei Tage nach der herben Liga-Pleite bei Borussia Dortmund (1:5) für die Entscheidung im Duell mit dem badischen Rivalen. Kurios: Alle Freiburger Tore in dieser Pokal-Saison fielen nach der 82. Minute. Diesmal wieder.  sid

Artikel 7 von 11