Irving lässt die Mavericks träumen

von Redaktion

Der Superstar soll Dallas zum zweiten NBA-Titel führen

Dallas – Jason Kidd schaltete direkt in den Angriffsmodus, als der Blockbuster-Deal perfekt war. „Dadurch, dass wir ihn bekommen haben, können wir ein Meisterschaftsanwärter werden“, sagte der Trainer der Dallas Mavericks über die viel diskutierte Verpflichtung von Kyrie Irving. „Ky weiß, was es heißt, ein Champion zu sein.“

Irving soll ein „Gamechanger“ für Dallas werden, ein Unterschiedsspieler, der den ganz großen Coup möglich macht. 2011 war Kidd neben Ikone Dirk Nowitzki einer der Hauptgaranten für die bisher einzige NBA-Championship der Texaner. Im hochveranlagten, aber auch polarisierenden Topstar, der von den Brooklyn Nets nach Dallas kommt und schon in der Nacht zu Donnerstag sein Debüt feiern soll, sieht Kidd neben Ausnahmekönner Luka Doncic das womöglich entscheidende Mosaikteil auf dem Weg zum zweiten Titel.

All die Nebengeräusche, für die der 30 Jahre alte Basketball-Virtuose auch steht, sollen der Vergangenheit angehören. Im Big Apple hatte Irving vor allem abseits der Courts für Schlagzeilen gesorgt – von kruden Verschwörungstheorien, über seine Impfverweigerung bis hin zum Antisemitismus-Skandal. Die Zahl der Kritiker ist groß. Kidd, der als Teil des Deals künftig auf Spencer Dinwiddie, Dorian Finney-Smith, einen Erstrunden- und zwei Zweitrunden-Draftpicks verzichten muss, lässt sich davon aber nicht beeindrucken. „Es ist einfach, das ganze Gerede über das Negative zu betrachten“, sagte der 49-Jährige nach dem 124:111-Erfolg bei Utah Jazz, der in den Hintergrund rückte: „Er will gecoacht werden, er will gewinnen und ist bereit, loszulegen.“ Bereits ab Dienstag sollen Irving und Markieff Morris, der ebenfalls Teil des Trades wurde, zum Team der Mavs gehören, das einen Tag später bei den Los Angeles Clippers antritt. Wohl mit Irving, aber noch ohne den angeschlagenen Luka Doncic.

Der Slowene und der in Melbourne geborene Irving gehören zu den Startern des Allstar-Spiels am 19. Februar, was verdeutlicht, welche Offensivpower Kidd künftig zur Verfügung steht. Allerdings müssen die Guards erst beweisen, dass sie sich beflügeln und nicht bremsen.

Und sie brauchen Helfer wie den deutschen Nationalspieler Maximilian Kleber, die in der Defensive zupacken. Kleber fiebert nach einer Oberschenkel-OP seinem Comeback entgegen. In einem Team mit einer völlig neuen Statik.  sid

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