„Das war nicht angenehm…“

von Redaktion

Trotz Form-Hoch: Nagelsmann setzt Müller auf die Bank

München/Paris – Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (35) setzte Thomas Müller (33) von Beginn an nur auf die Bank. Überraschend, da der Offensiv-Star in den vier Partien davor noch je zwei Tore und Vorlagen geliefert hatte. „Wir haben lange darüber diskutiert. Es war eher eine Entscheidung pro Eric Maxim Choupo-Moting, für einen klassischen Stürmer. Und dahinter wollte ich zwingend Jamal Musiala haben“, erklärte Nagelsmann. „Wir haben auch mit Thomas lange darüber gesprochen. Es war eine sehr enge Entscheidung, denn er hatte zuletzt einen guten Lauf. Aber Thomas hat es professionell aufgenommen. Das sind keine angenehmen Gespräche.“

Nagelsmanns Entscheidung auf Müller in der Startelf zu verzichten, sorgte bei den TV-Experten für Verwunderung. „Ich bin ein zu großer Thomas-Müller-Fan! Thomas war in meiner Karriere der Spieler, der den meisten Impact auf eine Truppe hatte. Er war der zweite Coach. Oder manchmal dann auch der erste Coach, wenn der Coach nicht mehr weiter wusste. Das ist ein sehr, sehr wichtiges Element in solchen Spielen“, meinte Mario Gomez (37) bei Amazon Prime Video.

Müllers Bankplatz oder auch Serge Gnabrys Kurz-Trip nach Paris sowie Manuel Neuers Unterschenkelbruch bei einer privaten Ski-Tour – in den vergangenen Wochen gab es viel Wirbel. „Es geht nicht nur darum, was erlaubt ist oder nicht. Es geht immer um die Wirkung dessen, was ich mache. Wenn ich auf höchstem Niveau agiere, muss ich meine Freizeit auch daran anpassen. Da geht es um Verantwortung“, befand Matthias Sammer (55).

Oliver Kahn (53) findet ein wenig Unruhe sogar vorteilhaft. „Wenn es zu harmonisch ist: Ist das dann das, was wir in solchen Momenten brauchen? Es geht darum, zu explodieren.“

Apropos Unruhe: Kurz vor Anpfiff am Dienstag gab es im Stadion auch Gerangel zwischen Bayern-Anhängern und der Polizei. Wenig später war es wieder ruhig. Zudem protestierten die mitgereisten Münchner Fans über die hohen Ticket-Preise von PSG. „70 Euro? Wir sind nicht Neymar“, stand auf mitgebrachten Bannern.  pk, bok

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