Sakhir – Endlich. Endlich wieder zurück in der Formel 1. Endlich wieder mit Vollgas über die Strecke rasen. Und so strahlte Nico Hülkenberg nach den ersten Kilometern bei den Testfahrten in Bahrain. „Es war cool, wieder im Auto zu sitzen – nach der langen Wartezeit“, sagte der Blondschopf bei Sky.
Drei Jahre lang war Hülkenberg ohne Stammcockpit, kam nur zu einigen Aushilfseinsätzen. Der Emmericher hat geheiratet, ist Vater geworden, hat das Leben genossen. Doch die Sehnsucht nach der Formel 1 ließ ihn nicht los. „Die Spannung, der Thrill, der Kick“, sagte der Mann, der Mick Schumacher auf die Ersatzbank verdrängt hat, zuletzt.
Nun ist Hülkenberg als Stammpilot bei Haas zurück in der Formel 1 – als einziger deutscher Fahrer. Der Testauftakt in der Wüste lief so lala, kleinere Probleme bei der Zuverlässigkeit bremsten den 35-Jährigen aus, so konnte Hülkenberg nicht sein ganzes geplantes Programm durchziehen. „Es geht darum, das Auto zu verstehen, zu lernen“, sagte Hülkenberg. Noch bis Samstag wird in Bahrain getestet, wo dann am 5. März auch die Saison startet. „Es wäre ein Wunder, wenn jetzt schon alles perfekt passen würde und ich überall ein super Gefühl habe“, so Hülkenberg.
Weltmeister Max Verstappen gab zu Beginn der Testfahrten für die neue Saison gleich wieder das Tempo vor. Der 25-jährige Niederländer drehte am Donnerstag in seinem Red Bull in 1:32,959 Minuten die schnellste Runde, dicht dahinter folgte Ex-Weltmeister Fernando Alonso für seinen neuen Rennstall Aston Martin (+0,029).. Hülkenberg hatte 1,465 Sekunden Rückstand auf Verstappen. Rekordweltmeister Lewis Hamilton (+0,671) fuhr im schwarzen Silberpfeil auf Platz sechs, George Russell (+1,337) wurde Neunter. sid