HEINRICH HEUTE
Seit dem 3:0 der Bayern gegen Union ist klar: Das Liga-Mittelfeld beginnt auf Platz drei. Das Schönste war dabei die 217. Wiedergeburt von Thomas Müller. Immer, wenn irgendein übereifriger Trainer meint, dass der Müller alt und klapprig wird, deutet er wieder unnachahmlich den Raum und legt prächtige Tore auf. Wahrscheinlich ist Thomas Müller der erste Fußballer, der bis zur Rente mit 65 einfach nie aufhört. Auch als bayerischer Lieblings-Filousof ist der Spitzbub nicht zu ersetzen. Zu seiner versemmelten Torchance gegen Union bemerkte er: „Dann darfst du den Sand nicht in den Kopf stecken.“ So ist er, der Müller. Er steigt immer wieder auf wie die Asche aus dem Phönix. Und auch wenn er seine Pferdchen längst im Trockenen hat: Eher geht ein Pferd durchs Nadelöhr, als dass der FC Bayern auf seinen Spielertrainer und Chefmotivator verzichten kann.