Für den brasilianischen Superstar Neymar von Paris Saint-Germain ist die Saison vorzeitig beendet. Wie der Klub am Montag bekannt gab, unterzieht sich der Offensivspieler in den kommenden Tagen in Doha/Katar einer Operation am rechten Knöchel und fällt drei bis vier Monate aus.
Neymar hatte sich am 19. Februar im Spiel gegen OSC Lille (4:3) die Verletzung zugezogen. Da der 31-Jährige in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme mit dem Sprunggelenk hatte, sprach sich die medizinische Abteilung von PSG für eine Operation aus. „Ich werde stärker zurückkommen“, schrieb er bei Instagram unter einem Foto, das ihn in Trainingsjacke zeigt.
Eine Hiobsbotschaft für die Pariser, die ohnehin unter Druck stehen. Denn das Achtelfinal-Rückspiel wird wohl auch über die weitere Zukunft des durch unzählige Katar-Millionen finanzierten Clubs entscheiden. Die bisherigen zehn Titel in der Ligue 1 sind nur Beiwerk. Ihn nicht zu holen oder wie in diesem Jahr im Pokal-Wettbewerb beim Erzrivalen Olympique Marseille zu scheitern, hinterlässt aber auch schon Spuren. Die Träume vom Königsklassen-Triumph schon wieder zeitig begraben zu müssen, könnte weitreichendere Folgen haben. Der ohnehin stets wacklige Trainerposten, den Christophe Galtier seit Sommer innehat, dürfte dann alsbald wieder zur Diskussion stehen. Am Vorhaben, die begehrteste Vereins-Trophäe in Europa zu holen, scheiterten seit dem Einstieg von Qatar Sports Investment schon einige namhafte Trainer, darunter der woanders so oft und so erfolgreiche Carlo Ancelotti, aber auch Laurent Blanc, Mauricio Pochettino oder Thomas Tuchel. Bevor der deutsche Coach 2021 mit dem FC Chelsea die Champions League gewann, war er mit PSG im Jahr davor erst im Finale gescheitert. Gegner damals: der FC Bayern.
Für das Rückspiel heuer geht Lionel Messi davon aus, dass der Ausgang „von kleinen Details“ abhängen werde. „Aber ich denke, wir sind gut vorbereitet und in der Lage, das Ganze zu drehen“, sagte der 35-Jährige in einem Vereinsinterview. Er selbst fühle sich „sehr gut.“ Ob Achraf Hakimi zur Verfügung steht, dürfte sich noch zeigen, nachdem er wegen des Verdachts der Vergewaltigung im Fokus der französischen Justiz steht. Innenverteidiger Presnel Kimpembe fällt wegen eines Achillessehnenrisses aus. foto: epa