Duisburg/München – Am Ende ein Rückfall in überwunden geglaubte Zeiten. Der Befreiungsschlag war greifbar, doch wie vor fünf Wochen in Oldenburg (unter der Leitung von Sportchef Günther Gorenzel) gaben die Löwen eine 2:0-Führung aus der Hand. „Dass wir hinten raus noch zwei Tore kassieren, darf uns nicht passieren“, schimpfte Sechser Quirin Moll: ,Das ist sehr bitter.“ Auch Marius Wörl, 18 sein junger Nebenmann im defensiven Mittelfeld, haderte: „Wir sind einfach extrem bedient.“
Ein Lichtblick neben dem Ende der 376-minütigen Torlosigkeit: die neu besetzte Schaltzentrale. Routinier Moll führte Regie, Co-Sechser Wörl brachte Unbekümmertheit ein, Albion Vrenezi kreative Momente wie vor Boyambas Führungstreffer. Raphael Holzhauser wurde nicht vermisst. Ohne ihn wirkte das Löwen-Mittelfeld homogener – und beweglicher.
Klar: Es nervt die Löwen, dass sie schon einen 2:0-Vorsprung herschenkten. Aber, strich Moll die Mutmacher heraus: „Wir haben zwei Tore gemacht, das ist positiv. Ich denke, es war ein richtiger Schritt. Wir müssen auf dem Positiven beharren und schauen, dass wir den Bock umstoßen.“ Auch Wörl setzt gegen Elversberg morgen auf eine Trotzreaktion. „Wir hoffen, dass wir da die drei Punkte holen können.“
An Motivation dürfte es keinem im Lager der Löwen mangeln. Die Talfahrt in der Tabelle – mit dem 1:4 im Hinspiel hatte sie ihren Lauf genommen. ULI KELLNER