Tilburg-Trainer: Das war arrogant

von Redaktion

Niederländer müssen noch einmal in Peiting antreten

Peiting – So eine Pressekonferenz vor lautstarken Fans kann für den Coach des Gästeteams wenig erbaulich sein. Doug Mason, der Trainerfuchs der Tilburg Trappers, löste die Aufgabe äußerst elegant. Er gratulierte dem EC Peiting zum 4:2-Sieg, lobte den Kampfgeist der Oberbayern („Machte heute den Unterschied“) und warf seinem Team ein arrogantes Auftreten vor. Zugleich richtete er den Blick auf den Freitag, wenn in Peiting auf alle Fälle ein viertes Duell in diesem Oberliga-Achtelfinale steigt. „Die Stimmung ist super. Ich freue mich, wieder hier zu sein“, so Mason. Derlei gefiel den Fans – es gab Jubel und tosenden Applaus.

Das Statement des Tilburg-Coaches war einerseits eine gelungene Charme-Offensive, enthielt aber andererseits auch viel Wahres. Denn der EC Peiting zeigte, dass er seine Lektion aus dem 1:4 zum Auftakt der Serie gelernt hat. Vor rund 1600 Zuschauern machten die Oberbayern das, was zwei Tage davor „Tilburg mit uns gemacht hat“, so Coach Anton Saal. Der ECP drückte aufs Tempo, agierte konsequent in den Zweikämpfen. Nach dem ersten Drittel führten die Peitinger mit 3:0 – Mason hatte da schon eine Auszeit genommen und den Torhüter gewechselt. Die Hausherren ließen sich auch von einem Gegentreffer bei doppelter Unterzahl und dem 2:3-Anschluss nicht verunsichern. Immer wieder warfen sie sich dem Gegner in die Bahn. „Ich weiß gar nicht, wie viele Schüsse wir geblockt haben“, sagte Saal anerkennend. Für Stabilität sorgte zudem Torwart Florian Hechenrieder.

Heute geht’s in Tilburg in den Niederlanden weiter. „Nun heißt es Best of Three“, sagte Mason. „Da ist alles möglich.“ PAUL HOPP

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