KAMPF UM TALENTE

Wanner & Co.: DFB will früher aktiv werden

von Redaktion

Der DFB will im Kampf um Talente mit ausländischen Wurzeln wie Bayern-Spieler Paul Wanner noch früher aktiv werden. „Das ist ein wichtiges Thema“, sagte U 21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo. „Wir wollen noch früher an die Spieler ran und schauen, dass wir mit ihnen sprechen, zu den Eltern und Beratern eine Bindung schaffen.“ Gegebenenfalls werde man auch Bundestrainer Hansi Flick oder Sportdirektor Rudi Völler mit hinzuziehen.

Malik Tillman (USA), Josip Stanisic (Kroatien) und zuletzt Lazar Samardzic (Serbien), die alle in DFB-Nachwuchsteams aufgelaufen waren, zogen zu den Mannschaften anderer Nationen. Der in Österreich geborene Bayern-Akteur Wanner, 17, habe nach Gesprächen mit ihm, dessen Vater sowie dem Berater nun signalisiert, „er möchte den Weg mit dem DFB so weitergehen, ohne endgültig eine Entscheidung zu treffen“, sagte Di Salvo am Montag.

„Es zählt immer die Perspektive des Spielers, was er fühlt und was er machen möchte“, sagte Di Salvo. Einen großen Einfluss hätten zudem der familiäre Hintergrund und die Wurzeln, ergänzte Völler: „Es ist eine sehr private und persönliche Entscheidung.“ In der Vergangenheit habe auch der DFB von solchen Entscheidungen profitiert. „Es wird immer passieren, also überhaupt kein Problem.“ Bayern-Star Jamal Musiala, der die Länderspiele gegen Peru und Belgien verletzt verpasst, hatte sich etwa gegen England entschieden.

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