Die Nationalmannschaft spielt auf dem Weg zur Heim-EM 2024 wieder mit einer Kapitänsbinde in Deutschland-Farben. Die DFB-Auswahl folgt damit einem Vorschlag Rudi Völlers, der nach dem WM-Theater um die „One Love“-Binde eine Abkehr von dem viel diskutierten Stück Stoff empfohlen hat. Ersatzkapitän Joshua Kimmich wird die neue, alte Binde erstmals am Samstag gegen Peru tragen. Sie bleibt bis zur EM am Arm des jeweiligen Spielführers. Beim Turnier soll dann die von der UEFA vorgegebene Binde getragen werden. Die Rückkehr zu Schwarz-Rot-Gold bedeutet auch eine Absage an die Regenbogenbinde, die Kapitän Manuel Neuer schon getragen hat. Auch DFB-Spielführerin Alexandra Popp läuft aktuell mit ihr auf. Mit dem neuen, alten Stück Stoff „würde man alles ein bisschen beruhigen“, glaubt Völler: „Ich verstehe zwar, dass man ab und zu ein Zeichen setzen muss. Aber jetzt geht es wieder um Fußball.“
Das Fanbündnis „Unsere Kurve“ hat mit großer Zurückhaltung reagiert. „Der DFB hat sich selber mittlerweile in eine Situation gebracht, in der er kaum noch etwas richtig machen kann“, sagte Thomas Kessen, einer der Sprecher. „Wenn das nun das alleinige Ergebnis der Aufarbeitung des sportlichen Misserfolgs sein soll, dann halten wir das für sehr dünn“, sagte Kessen. dpa