Mané sucht seine Liverpool-Form

von Redaktion

In München wirkt der Superstar wie ein Fremdkörper – wann wird er unverzichtbar?

München – Für eine feste Ablöse von 32 Millionen Euro wechselte Sadio Mané (30) im vergangenen Sommer vom FC Liverpool zum FC Bayern. Eine Summe, die noch weiter ansteigen könnte – bei Erfüllung diverser Klauseln. Zum Beispiel, wenn der Senegalese während seiner Zeit in München Weltfußballer werden würde. Angesichts seiner bisherigen Leistungen im Bayern-Trikot ein unrealistisches Szenario.

Mané fremdelt beim deutschen Rekordmeister. Jüngstes Beispiel: sein schwacher Auftritt beim 1:2 am vergangenen Sonntag in Leverkusen. Nur acht Ballkontakte, kein gewonnener Zweikampf. Selbst angesichts seiner dreieinhalbmonatigen Verletzungspause zu wenig für einen Spieler seiner Klasse. Zur Pause nahm Trainer Julian Nagelsmann (35) den Angreifer vom Feld. Die große Frage: Wann zündet Mané endlich?

In Liverpool entwickelte er sich unter Jürgen Klopp (55) zu einem der besten Offensivspieler der Welt. Zwar liest sich seine Ausbeute mit elf Toren und fünf Vorlagen in 28 Spielen beim FC Bayern ordentlich. Doch die hohen Erwartungen konnte er noch nicht erfüllen. Man weiß, dass Mané sich auf dem linken Flügel wohler fühlt als im Zentrum, wo ihn Nagelsmann hauptsächlich aufstellt. Auf der Mittelstürmer-Position wirkt er im System der Bayern verloren. Aber auch das gehört zur Wahrheit: Von seiner Explosivität, die ihn in Liverpool ausgezeichnet hat, ist in München kaum etwas zu sehen. Beobachter meinen, sein Leistungsabfall hätte sich am Ende seiner Zeit bei den Reds angedeutet. Stimmt das?

„2020/21 hatte er keine großartige Saison, aber das trifft auf alle Liverpool-Spieler zu. In der letzten Spielzeit kehrte er aber wieder zu seiner Top-Form zurück. Er erzielte 23 Tore und half Liverpool, um alle vier Titel mitzuspielen. Auch als er ab Winter zentraler eingesetzt wurde“, sagt Chris McKenna, Liverpool-Reporter der englischen Zeitung „Daily Star“: „Ich denke also nicht, dass er in den letzten beiden Spielzeiten in Liverpool nachgelassen hatte. Viele meinen sogar, dass er den Reds in der Hinrunde der aktuellen Saison vorne sehr gefehlt hat.“ Beim FC Bayern arbeitet Mané noch daran, sich unverzichtbar zu machen. P. KESSLER

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