DFB-Gegner Peru: Mit Bambino & der Schachmaschine

von Redaktion

Mainz/Lima – Gianluca Lapadula klingt in einem Team der Namenlosen allein schon sprachmelodisch herausragend. Wenn Peru am Samstag in Mainz (20.45 Uhr/ZDF) auf Deutschland trifft, werden die Fans vergeblich Ausschau halten nach alten Bekannten wie Claudio Pizarro, Paolo Guerrero oder Jefferson Farfan. Der „Bambino“ gerufene Torjäger Lapadula ist das klangvollste Zugpferd der Anden-Fußballer.

Und er tönt mächtig. „Warum soll man nicht an einen Sieg gegen Deutschland denken?“, fragt der 33-Jährige. Dabei spielt Lapadula in Italiens zweiter Liga bei Cagliari Calcio, lässt dort aber starken Worten Taten folgen: Mit 15 Treffern führt der gebürtige Turiner die Schützenliste an.

„Er ist im Modus Torjäger“, lobt Nationaltrainer Juan Reynoso, der die Blanquirrojas (Weiß-Roten) nach dem Scheitern in den WM-Play-offs übernahm und zur Endrunde 2026 führen soll. Der einstige Kapitän ist der eigentliche Star des Teams.

Seine Geschichte als Spieler schrieb der 53-Jährige vor allem in Mexiko bei Cruz Azul. Als Trainer erwarb sich der gewiefte Taktiker mit den Spitznamen „Cabezon“ (großer Kopf) oder „Ajedrecista“ (Schachmaschine) den Ruf, langjährige Durststrecken zu beenden. Coronel Bolognesi (nach 78 Jahren), Universitario (9) und Melgar (34) verhalf er in Peru zu Liga-Titeln, in Mexiko machte er 2021 Cruz Azul nach 23 Jahren zum Meister.  sid

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