München – Auf die turbulenten letzten Tage bei der SpVgg Unterhaching antwortete der Tabellenführer der Regionalliga Bayern mit einem Arbeitssieg in Niederbayern. Auch die Nachfolgeregelung für den zum Saisonende scheidenden Cheftrainer Sandro Wagner wird verkündet. Türkgücü reicht eine starke erste Hälfte zum nächsten Erfolg und Heimstetten gelingt in Burghausen nichts Zählbares. Die Bayern Amateure spielen erst am Montag gegen Augsburg.
SpVgg Hankofen-Hailing – SpVgg Unterhaching 0:2 (0:2). In der Vorrunde mussten sich die Hachinger überraschend im Heimspiel gegen Hankofen-Hailing mit 1:2 geschlagen geben. Jetzt verteidigte das Team von Trainer Sandro Wagner mit dem Auswärtssieg die Tabellenführung. Die Mannschaft zeigte sich dabei nicht beeindruckt von den Turbulenzen im Umfeld und den vom Trainer angekündigte Abschied zum Saisonende. „Es war ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen und der Gegner hat uns das Leben nicht leicht gemacht, aber die Mannschaft hat die Aufgabe sehr gut gelöst“, freute sich Wagner über den Doppelpack von Simon Skarlatidis (14., 25.), der zuletzt seine in der Vorrunde noch schwankende Leistungskurve enorm steigern konnte. Auch beim Gastspiel im Landkreis Straubing-Bogen wollte sich Wagner nicht zu seiner beruflichen Zukunft äußern oder gar über die Meisterschaft reden: „Noch steht nicht fest, was ich machen werden, auch träumen vom Titel ist nicht erlaubt. Ich konzentriere mich ganz auf das Nachholspiel am Mittwoch in Aubstadt.“ Der Nachfolger Wagners ab der kommenden Saison soll laut einer Aussage von SpVgg-Präsident Manfred Schwabl nach dem Auswärtssieg Marc Unterberger werden. Der 34-Jährige ist aktuell U19-Trainer der SpVgg sowie langjähriger Mitarbeiter des Vereins und hat mehrere Hachinger Junioren-Mannschaften in den höchsten deutschen Spielklassen trainiert. kik
Türkgücü München – VfB Eichstätt 3:0 (2:0). Türkgücü konnte nach dem Sieg in der Vorwoche gegen Pipinsried gleich den nächsten Erfolg einfahren. Nachdem für die Münchner in der Partie in Heimstetten zunächst Maximilian Berwein einen Freistoß knapp neben das Gäste-Tor gesetzt hatte (28.), traf der Offensivspieler wenig später die Latte (29.). Kurz darauf legte der in den letzten Wochen gut aufgelegte Berwein Mitspieler Yannick Woudstra das 1:0 auf (30.), bevor Berwein dann selbst noch vor dem Seitenwechsel auf 2:0 erhöhte (44.). Im Gegensatz zu den im zweiten Durchgang besser spielenden Eichstättern, die zwei gute Chancen zu einem Treffer ausließen (67., 81.), zeigten sich die Münchner effektiver vor dem Tor und trafen durch Woudstra noch einmal zum 3:0 (69.). „Gerade in der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt. Nur die zweite Hälfte war dann nicht mehr so gut, da haben wir in der einen oder anderen Situation etwas Glück gehabt“, sagte Türkgücü-Trainer Alper Kayabunar nach dem zweiten Sieg in Serie. rmf
SV Wacker Burghausen – SV Heimstetten 1:0 (0:0). Der Aufwärtstrend des Tabellenletzten ist wieder vorbei. Nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen verloren die Heimstettner in Burghausen mit 0:1. Dabei waren die Gäste in einer intensiven und von teils ruppigen Zweikämpfen geprägten Partie keineswegs die schlechtere Mannschaft, sondern präsentierten sich auf Augenhöhe mit dem Favoriten. Allein viele Torchancen konnte sich die Mannschaft von Trainer Christoph Schmitt nicht herausspielen – jedoch ebenso wenig schaffte dies der Gegner. Und so wurde dieses Spiel letztlich durch eine einzige und höchst umstrittene Aktion in der 19. Minute entschieden. Da köpfte Burghausens Viktor Miftaraj den Ball an den Innenpfosten, von wo aus er in die Mitte sprang, ehe Torwart Maximilian Riedmüller ihn klärte. Der Schiedsrichter hatte die Kugel dabei hinter der Linie gesehen – sehr zum Ärger der Heimstettner. „In dieser Situation sind wir eindeutig benachteiligt worden“, kritisierte Schmitt. „Der Ball war nicht hinter der Linie.“ pk