Der Trophäen-Experte

von Redaktion

McKiernan soll den EHC zum Titel führen

München – Zu Beginn des dritten Viertelfinales sah auch Ryan McKiernan die Zeit gekommen, ein Zeichen zu setzen. Mit wild rudernden Armen stapfte der Verteidiger des EHC Red Bull München auf die Strafbank. Die Botschaft kam an, in einem Tollhaus Olympia-Eishalle starteten McKiernan und Kollegen zu einem 7:1 gegen die Pinguins Bremerhaven durch – es war der berauschende Wendepunkt in einer bis dahin verkorksten Serie.

Und es war wohl kaum verwunderlich, dass gerade McKiernan das Signal setzte. Der 33-jährige Kanadier weiß, was es in entscheidenden Momenten der Saison bedarf. Er war Hochschulmeister im Trikot der Elite-Uni McGill, aus der unter anderen auch Premier Justin Trudeau hervorging. McKiernan war Champion in Österreich (Wien) und in der DEL (Berlin) und stemmte auch schon den Pokal in der Champions Hockey League (Rögle).

Wohl auch wegen dieses Erfahrungsschatzes hat ihn EHC-Manager Christian Winkler im Sommer nach München geholt. Spieler wie McKiernan sollen den Unterschied machen. Sollen dem EHC nach der Vizemeisterschaft des Vorjahres endlich wieder den ganz großen Wurf bescheren.

Acht Siege aus maximal 14 Spielen müssen auf dem Weg dorthin noch her. Am Freitag (19. Uhr) beginnt am Oberwiesenfeld das Halbfinale gegen die Grizzlys Wolfsburg.

Mit dabei ist dann übrigens wohl auch McKiernans größter Fan. Söhnchen James ist zwar erst ein Jahr alt. Doch wie es sich für einen echten Kanadier gehört, tobt er bereits mit dem Eishockey-Schläger durchs heimische Wohnzimmer.   rp

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