St. Pauli sitzt Top-Trio im Nacken

von Redaktion

Hamburger Kiezclub mit Rekord-Siegesserie – KSC feuert Kreuzer

Düsseldorf – Drei Wochen vor dem Hamburger Derby sitzt der FC St. Pauli seinem Stadtrivalen im Nacken. Und nicht nur dem auf den Relegationsplatz zurückgefallenen HSV. Dank einer Rekord-Siegesserie stieg der Kiezclub zum ersten Verfolger der drei Topteams in der 2. Bundesliga auf. Werden im Aufstiegskampf doch noch mal die Karten neu gemischt?

Seit mittlerweile elf Spiele ist der FC St. Pauli unbesiegt, feierte beim 1:0 (1:0) gegen Jahn Regensburg den neunten Sieg in Serie – Rekord. Mit nun 44 Punkten eroberten die kleinen Hamburger den vierten Tabellenplatz vor Fortuna Düsseldorf (43). Der Rückstand auf den Tabellendritten HSV ist auf sechs Punkte geschmolzen.

Auch auf den 1. FC Heidenheim konnte Pauli aufholen. Der Tabellenzweite musste sich am Samstagabend beim 1. FC Kaiserslautern nach zwei Gegentreffern in der Nachspielzeit mit einem 2:2 begnügen. Die Gäste hatten durch Tim Kleindienst (53.) und Florian Pick (75.) schon 2:0 geführt, die große Chance auf das 3:0 vergab Kleindienst mit einem verschossenen Foulelfmeter (90.+2). Nicolas de Préville (90.+3) und Philipp Hercher (90.+5) schlugen spät und unerwartet zurück.

St. Paulis Coach Fabian Hürzeler ist der erste Zweitliga-Trainer, der seine ersten neun Spiele gewinnen konnte. Die Gastgeber profitierten bei dem umkämpften Sieg von einem Eigentor des früheren 1860-Stürmers Prince Osei Owusu (23. Minute), der aktuell bei Jahn Regensburg unter Vertrag steht.

„Ich glaube, das hat aus unserer Mannschaft noch keiner erlebt“, sagte St. Paulis Verteidiger Leart Paqarada nach dem neunten Dreier in Folge: „Das wird auch nicht mehr so häufig vorkommen. Also genießen wir den Moment und hoffen, dass aus der Neun eine Zehn wird.“

Im Kampf gegen den Abstieg verpasste Eintracht Braunschweig den zweiten Auswärtssieg, ertrotzte aber ein 1:1 beim Karlsruher SC und kletterte auf einen Nichtabstiegsplatz. Wenige Stunden später wurde beim KSC Geschäftsführer Oliver Kreuzer, der frühere 1860-Sportchef, entlassen. Wie die Badener mitteilten, habe man im sportlichen Bereich eine „strategische Neuausrichtung“ beschlossen.  dpa

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