In einem spannenden Match unterlagen die WWK Volleys Herrsching gestern Abend den Powervolleys Düren mit 0:3 (18:25, 27:29, 21:25). Damit scheiterten die Oberbayern auch im achten Anlauf im Viertelfinale. Das selbstgesteckte Ziel Play off-Halbfinale wurde verfehlt. Im nächsten Jahr, der Jubiläumssaison, soll das Sehnsuchtsziel dann endlich erreicht werden. Im Vorfeld stellten die Herrschinger auf ihrer Homepage die etwas plakative Frage: „Kann München Volleyball?“ Und man kann sagen: Ja, München kann Volleyball. Knapp 3500 Zuschauer fanden den Weg in die Arena im Münchner Westend. So viele wie noch nie in zwei Jahren Audi Dome. Und das obwohl zeitgleich in unmittelbarer Nähe noch Fußball und Eishockey gespielt wurde. Das Spiel zwischen Herrsching und Düren war zwar nicht hochklassig, aber spannend. Im ersten Satz begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. In der Crunchtime legten die Gäste eine Schippe drauf und sicherten sich den Satzgewinn. Herrsching steigerte sich, konnte jedoch im zweiten Durchgang vier Satzbälle nicht nutzen, Düren seinerseits gleich den ersten. TV-Experte Tim Noack forderte, dass „die Herrschinger jetzt die Eier auf den Tisch legen müssen.“ Doch die blieben letztlich in der Hose. Düren zeigte sich unbeeindruckt von der grandiosen Stimmung und holte sich auch den dritten Umlauf. Als Dürens Topscorer Sebastian Gevert nach 84 Minuten den zweiten Matchball für Düren verwandelte, flossen bei den Herrschingern Akteuren ein paar Tränen. ds