Der FC Ingolstadt hat sich einen Tag nach dem 1:3 gegen den TSV 1860 von Trainer Guerino Capretti getrennt. Nach der anhaltenden Ergebniskrise habe man sich zu diesem Schritt „gezwungen“ gesehen, teilte der Drittligist am Dienstag mit. „Rino hat Anfang Februar das Team übernommen und unter nicht einfachen Umständen versucht, den Turnaround zu schaffen. Dies ist leider nicht gelungen und wir haben weiter an Boden verloren“, begründete Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer die Freistellung des 41-Jährigen. Unter Caprettis Leitung kassierte der FCI in zehn Spielen acht Niederlagen. Am Montag saß neben anderen Kandidaten Danny Schwarz auf der Tribüne. Bis auf Weiteres übernimmt Co-Trainer Maniyel Nergiz.
Ein Weltmeister in der 6. Liga: Für Kevin Großkreutz geht es sportlich weiter, allerdings noch eine Liga tiefer. Der frühere Bundesliga-Profi (Dortmund, Stuttgart) wechselt zur kommenden Saison vom Oberligisten TuS Bövinghausen in die Westfalenliga zum SV Wacker Obercastrop. „Ich kann es kaum erwarten, mit meiner neuen Mannschaft auf dem Platz zu stehen und eine weitere Erfolgsgeschichte für Wacker zu schreiben“, wird Großkreutz, 34, in einer Mitteilung des Vereins zitiert. Großkreutz hatte zuvor seinen Posten als Spielertrainer in Bövinghausen verloren. „Wir mussten die Reißleine ziehen, es muss eine Wende her“, sagte der Vereinsvorsitzende Ajan Dzaferoski nach der 3:7-Niederlage gegen die SG Finnentrop-Bamenohl am Sonntag, bei dem Großkreutz wegen einer Beleidigung die Rote Karte gesehen hatte.