Merle Frohms ist nicht zu übersehen. Knallrot leuchtet das neue Torhüterinnen-Trikot, in dem sie am Marketingtag auf dem DFB-Campus abgelichtet wird. Zur Nummer eins der deutschen Fußballerinnen passt das hervorragend, schließlich sendet sie auch sportlich auffällige Signale.
Ob beim 0:0 im Februar gegen Schweden oder im Spitzenspiel beim FC Bayern (0:1) am vorletzten Wochenende: Mit Flugeinlagen und Topreflexen lässt Frohms ihre Gegnerinnen oft verzweifeln. „Das Trainingsniveau im Verein tut mir gut, aber auch einfach die Spiele auf internationalem Niveau, ständig gefordert zu sein“, erklärte die 28-Jährige vom VfL Wolfsburg am Dienstag beim DFB-Lehrgang in Frankfurt.
Dort bereitet sich das deutsche Nationalteam auf die Testspiele am Karfreitag (20.00 Uhr/sportstudio.de) in den Niederlanden und vier Tage später in Nürnberg gegen Brasilien (18.00 Uhr/ARD) vor. Es sind die nächsten Härtetests auf dem Weg zum Highlight im Sommer, der Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland (20. Juli bis 20. August).
Wie beim Sommermärchen 2022 in England soll Frohms auch bei der Titeljagd Down Under der bärenstarke Rückhalt der Vize-Europameisterinnen sein. Nach der EURO ist die gebürtige Cellerin bei ihrer Rückkehr zum Meister Wolfsburg im Sommer wie im DFB-Team in Almuth Schults Fußstapfen getreten. Und ihre beeindruckende Entwicklung aus dem Schatten ihrer Vorgängerin heraus lässt auch Fachleute in höchsten Tönen schwärmen. „Merle Frohms ist in der Lage, vermeintlich unhaltbare Bälle zu halten“, sagte etwa Silke Rottenberg, zweimalige Weltmeisterin und beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) für die Nachwuchs-Torhüterinnen verantwortlich: „Ich sehe sie auf jeden Fall in der obersten Kategorie der internationalen Spitze.“