Köllners frecher Start bei Ingolstadt

von Redaktion

Ex-Löwen-Trainer beginnt neuen Job gut gelaunt und mit einer Spitze in Richtung 1860

Ingolstadt – Nach handgestoppten zwei Minuten und 19 Sekunden hielt es Michael Köllner auf seiner ersten Pressekonferenz als neuer Trainer des FC Ingolstadt nicht länger aus. Der erste Schenkelklopfer wollte endlich raus: Wie die letzten zwei Monate nach seiner Entlassung beim TSV 1860 verlaufen seien? „Ruhig.“ Wobei, „mit der Frau im Nacken eher weniger“, sagte Köllner mit nach Gelächter suchenden, weit aufgerissenen Augen, wie man sie zu Sechzig-Zeiten oft erlebte. Den Spaß an Pressegesprächen hat der 53-Jährige hörbar nicht verloren – die Kraft, ein Traineramt zu bekleiden, wiedergefunden. Oder wie Köllner es ausdrückte: „Meinen Körper wieder auf Werkseinstellungen gestellt.“ Nun denn.

Auf die krisengeplagten Schanzer, sagte der Coach wenig überraschend, „wird viel Arbeit zukommen.“ Und auch die ziemlich vage Ankündigung „Wir wollen aufhorchen lassen“ durfte nicht fehlen an diesem Gründonnerstag-Abend. Köllner freue sich jedenfalls, unter Erstliga-Bedingungen von nun an den FCI trainieren zu dürfen.

Mit seinem Giesinger Ex-Club hat Köllner abgeschlossen: „Es ist für mich vorbei. Es war eine wunderschöne Zeit“, sagte er. Eine, die „fast nicht zu toppen“ sein werde. Natürlich verfolge er „1860 München weiterhin. Das ist meine Mannschaft. Die Mannschaft habe ich im Sommer größtenteils zusammengestellt“, sagte Köllner. Aber: „Im Winter gab es die ein oder andere Personalie, die nicht in meinem Interesse war.” Gemeint war wohl der einzige Transfer des Winters, Raphael Holzhauser, mittlerweile nur noch Reservist. Schöne Grüße aus Ingolstadt an den Sportdirektor an der Grünwalder Straße.  jals

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