Brampton – Eishockey-Nationaltorhüterin Sandra Abstreiter fordert in Deutschland mehr finanzielle Unterstützung für die Frauenteams. „Das Wichtigste ist auf jeden Fall die Nachwuchsarbeit“, sagte Abstreiter in einem „Sportschau“-Interview der ARD. „Und da ist es natürlich auch gut, wenn die Bundesligamannschaften Unterstützung von den Männermannschaften bekommen. Denn Nachwuchsarbeit ist auch eine Geldsache.“
Auch dank überragender Leistungen der in der US-College-Liga aktiven Abstreiter hatte Deutschland bei der Weltmeisterschaft in Kanada den Klassenverbleib geschafft und war ins Viertelfinale eingezogen. Dort unterlag man dem Topfavoriten USA 0:3. Ein Achtungserfolg. „Was mein Team gegen eine der besten Mannschaften der Welt geleistet hat, war unglaublich“, kommentierte Trainer Tom Schädler stolz.
Gleichwohl sind auch für Sportdirektor Christian Künast dringend Reformen notwendig: „Wir haben das Minimalziel erreicht. Und jetzt geht es weiter. Es liegt an uns, die Strukturen zu ändern im Frauen-Eishockey.“
Die Überlegenheit der USA und Kanada erklärte Abstreiter mit den professionelleren Strukturen in Nordamerika. Auch deshalb sei sie an ein US-College gewechselt. „Die stecken so viel Geld in Sport und eben auch ins Eishockey. Für mich war das die perfekte Ausbildung. Dadurch konnte ich meinen Sport fast professionell betreiben“, sagte die 24-Jährige. dpa/mm