Das neue Reglement für Spielervermittler im Profifußball wird ein Fall für den Europäischen Gerichtshof (EuGH). Das Landgericht Mainz hat für eine Klage gegen den Weltverband FIFA das Verfahren ausgesetzt und ein Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH gerichtet. Die Behörde in Luxemburg bestätigte, dass der Fall vorliege. Inhaltliche Angaben haben die Gerichte aber noch nicht veröffentlicht. Zuvor hatte der „Kicker“ über den Fall, bei dem es maßgeblich um Kartellrecht geht, berichtet.
„Für die Dauer des Verfahrens beim EuGH ist das Verfahren beim Landgericht Mainz ausgesetzt. Das Verfahren bleibt dennoch für diese Zeit beim Landgericht anhängig, wird jedoch nicht weiter betrieben, bis der EuGH entschieden hat“, teilte die Sprecherin des Mainzer Landgerichts auf Anfrage am Donnerstag mit. Das vor allem bei den Vermittlern umstrittene Reglement trat im Januar in Kraft. Unter anderem müssen Spielervermittler künftig eine FIFA-Lizenz erwerben, um offiziell am Markt agieren zu dürfen. Das neue Reglement sieht grundlegende Standards für Spielervermittler und deren Kunden vor. Neben einer Lizenzierungspflicht soll auch ein Verbot von Mehrfachvertretungen durchgesetzt und Vermittlungshonorare begrenzt werden. Berater wehren sich in dem Millionengeschäft nun dagegen.
Für den EuGH ist es der nächste millionenschwere Fall aus dem Profifußball. Der Streit um eine Super League als Alternative zu den UEFA-Wettbewerben liegt derzeit ebenfalls bei dem Gerichtshof. dpa