Hamburg – Der HSV schwächelte – aber auch der FC St. Pauli büßte drei wichtige Punkte ein: Vor dem brisanten Nachbarschaftsduell in Hamburg (Freitag, 18.30 Uhr) haben die Kiezkicker den Abstand auf ihren Stadtrivalen nicht verkürzen können. Für die Elf vom Millerntor endete durch ein 1:2 (0:2) gegen Aufsteiger Braunschweig die stolze Serie von zuletzt zehn Siegen. Der alleinige Rekord in der eingleisigen 2. Liga wurde damit verpasst.
Es bleibt also vor dem Duell im Volksparkstadion beim Vorsprung des HSV von sechs Zählern auf St. Pauli. Das Team von Tim Walter hatte am Samstagabend ebenfalls verloren: 0:2 (0:0) beim 1. FC Kaiserslautern.
Auch Tabellenführer Darmstadt konnte die Gunst der Stunde nicht nutzten, verlor mit 0:1 in Düsseldorf (Tor: Iyoha/51.), thront aber unangefochten an der Spitze. Nach drei Siegen in Folge mal wieder eine Niederlage für die Hessen, die sie aber bei fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz verschmerzen können. Gewinner des Spieltags ist der 1. FC Heidenheim. Die Württemberger hatte schon am Freitag durch ein 3:0 (3:0) bei Hannover 96 den zweiten Platz zurückerobert, liegen vier Zähler hinter Darmstadt.
Beim HSV wächst derweil die Nervosität, denn erneut droht der Club am Ziel Aufstieg zu scheitern – es wäre das sechste Jahr in Folge. Es rumort im Umfeld des Traditionsklubs. „Ist mir scheißegal“, wetterte Trainer Tim Walter bei Sport1 angesprochen auf die sich zuspitzende Gesamtlage.
Das Team von St.-Pauli-Coach Fabian Hürzeler wurde derweil schon nach 41 Sekunden durch den Treffer von Maurice Multhaup überrascht. Manuel Wintzheimer erhöhte in der 25. Minute auf 2:0. Jakov Medic (85.) verkürzte. Mit einem Sieg im Stadtderby könnte der Aufstiegstraum greifbar werden. Der Coach spürt den Rummel bereits und warnt: „Es darf nicht zur Hürzeler-Show werden. Die Mannschaft ist wichtig, sie muss es auf dem Platz umsetzen. Das klappt bisher sehr gut. Die Jungs zeigen eine tolle Bereitschaft und Mentalität.“ Hürzeler sieht sich als Teamplayer und verweist immer wieder auf die tolle Zusammenarbeit aller Mitarbeiter beim Kiezclub.