München – Der erste Star der BMW Open ist schon raus, bevor das Turnier angefangen hat. Matteo Berretini hat die Anreise nach München wegen einer Bauchmuskelverletzung nicht angetreten. Da neben dem 27-jährigen Römer auch der US-Amerikaner Maxime Cressy und der Brite Jack Draper zurück gezogen haben, hat es einige überraschende Anrufe bei deutschen Spielern gegeben.
So erfuhr der Münchner Max Rehberg – eigentlich mit einer Wildcard für die Qualifikation ausgestattet – erst am Freitag von seinem Glück, wie er unserer Zeitung erzählt. Dass die Aufgabe für den 19-Jährigen, der in der Weltrangliste auf Position 406 geführt wird, dadurch härter wird, stört ihn nicht. „Hier spielen nur sehr gute Spieler“, sagte er und fügte an: „Ich fühle mich gut und jedes Spiel muss erst gespielt werden.“
Neben ihm sind noch zwei weitere Deutsche von Turnierdirektor Patrik Kühnen mit Wildcards bedacht worden: Yannick Hanfmann (31) und Daniel Altmaier (24). Altmaier spielt am Dienstag gegen den russischen Qualifikanten Aslan Karatsev, Hanfmann – der einzige Deutsche, der schon am Montag einsteigt – gegen den Brasilianer Thiago Monteiro. Rehberg muss gegen Marton Fucsovics (Ungarn) ran. Das Trio, das ursprünglich mit Wildcards ausgestattet war, ist nun regulär ins Feld gerückt. Der Kölner Oscar Otte (29) spielt gegen den an fünf gesetzten Argentiner Sebastian Baez, sein Davis-Cup-Kollege Jan-Lennard Struff (32) gegen den Qualifikanten Alexander Ritschard aus der Schweiz.
Dominic Thiem trifft zum Auftakt auf den Franzosen Constant Lestienne. Der 29-jährige Wiener hatte vor etwa einem Jahr sein Comeback nach einer langwierigen Handverletzung gegeben und ist noch auf Formsuche. „Inzwischen habe ich aber das Gefühl, dass es in die richtige Richtung geht“, sagte er. Im Doppel spielt der US-Open-Sieger von 2020 mit dem Münchner Matthias Bachinger (36). Die einstige Nummer 85 der Welt ist auf Rang 728 zurückgefallen und spielt sein letztes Turnier. „Als ich auf die Tour gekommen bin, haben Bachi und ich ein paarmal gegeneinander gespielt und sind in Kontakt bekommen“, erzählt Thiem: „Eine bessere Bühne für einen Abschied gibt es nicht.“ tj