Stuttgart – Jule Niemeier nimmt die geringen Erwartungen an die deutschen Tennisspielerinnen beim hochklassig besetzten Sandplatz-Turnier in Stuttgart gelassen. „Es ist schwierig in Deutschland sich etwas aufzubauen. Von der Mentalität her sind wir Deutschen nicht die Optimistischsten, eher pessimistisch. Deswegen liegt es auch an uns“, sagte die Dortmunderin am Montag.„Wir haben einen guten Schritt in die richtige Richtung gemacht mit dem Erfolg am Wochenende“, sagte sie mit dem Blick auf den Sieg im Billie Jean King Cup mit der deutschen Mannschaft gegen Brasilien.
Niemeier (Weltranglisten-65.) und Tatjana Maria (Weltranglisten-71.) hatten in Wimbledon im vergangenen Jahr das Viertel- und Halbfinale erreicht. In Stuttgart sind die beiden momentan besten deutschen Tennisspielerinnen angesichts des topbesetzten Feldes aber nur Außenseiterinnen. Acht der besten zehn Spielerinnen der Welt sind am Start.
„Wenn wir keine Leistung bringen und die Zuschauer nicht mitreißen können, dann ist es schwierig. Man muss sich gegenseitig puschen. Die Zuschauer sollten uns was geben. Wir müssen als Spielerin was zurückgeben“, sagte Niemeier.
Die 23-Jährige hat für die erste Runde allerdings eine schwierige Gegnerin bekommen und trifft auf Wimbledonsiegerin Jelena Rybakina aus Kasachstan. Die 35 Jahre alte Schwäbin Maria geht als Favoritin in ihre Auftaktaufgabe gegen die Schweizer Qualifikantin Ylena In-Albon. Dritte Deutsche im Hauptfeld ist Qualifikantin Tamara Korpatsch (Spiel bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet).
dpa