Eishockey
Die US-Frauen haben sich zum zehnten Mal den WM-Titel gesichert. Im Finale im kanadischen Brampton gewann der Viertelfinal-Bezwinger der deutschen Mannschaft den Titelverteidiger Kanada mit 6:3 (1:1, 1:2, 4:0) und holte seinen ersten Titel seit 2019. Brianne Jenner (26., 30.) hatte die Kanadierinnen mit einem Doppelpack im zweiten Drittel in Führung gebracht. Doch die US-Amerikanerinnen drehten noch einmal auf und nutzten unter anderem in Person von Hilary Knight (57., 58.) zwei Powerplay-Phasen eiskalt aus.
Die Eisbären Berlin haben sich mit Nationalstürmer Tobias Eder von der Düsseldorfer EG verstärkt. Der 25-jährige Tegernseer, jüngerer Bruder von Münchens Abdi Eder, unterschrieb beim Hauptstadtclub einen Zweijahresvertrag. „Für mich geht mit dem Wechsel nach Berlin ein Traum in Erfüllung“, sagte Eder. 2019 war er vom EHC München ins Rheinland, in 229 DEL-Spielen sammelte er 105 Scorerpunkte.
Hockey
Beim Restart in der Hockey-Bundesliga, nach der langen Winterpause, gab es für den Münchner Sportclub einen Sieg und eine Niederlage. So setzten die Frauen im Abstiegskampf eine positives Zeichen: Der MSC gewann das Heimspiel gegen den TGHC Großflottbek aus Hamburg mit 2:1. Für die Treffer sorgten Celine Marquet und Joanna Boehringer. Die Männer mussten sich dagegen mit 2:4 in Hamburg beim renommierten Club an der Alster geschlagen geben. Die Tore von Xaver Kalix und Marvin Nahr reichten nicht um den Favoriten in Verlegenheit zu bringen. Trainer Patrick Fritsche wollte mit seinem jungen Team nicht ins Gericht gehen: „Wir haben eine starke erste Halbzeit gespielt, haben dann aber leider das Momentum abgegeben“. Die beiden MSC-Mannschaften befinden sich weiter in Abstiegsgefahr, können sich aber über eine Play-Down-Runde noch den Klassenerhalt in der Bundesliga sichern. kik
Biathlon
Ex-Biathlon-Weltverbandspräsident Anders Besseberg wird in seiner Heimat Norwegen wegen des Verdachts auf schwere Korruption angeklagt. Die norwegische Behörde zur Verfolgung von Wirtschafts- und Umweltkriminalität teilte mit, dass es „genügend Beweise“ dafür gebe, dass Besseberg über zehn Jahre kontinuierlich Bestechungsgelder angenommen habe. Es geht um Uhren, Jagdausflüge, Trophäen, Prostituierte sowie ein geleastes Auto. Besseberg hatte den Biathlon-Weltverband IBU ab Gründung im Jahr 1993 geführt, nach Ermittlungen einer externen Untersuchungskommission trat er 2018 zurück. Der 77-Jährige soll gemeinsam mit IBU-Generalsekretärin Nicole Resch über Jahre russische Machenschaften, besonders im Doping, gedeckt haben.